Online-Sportkurse: Wie bleibt man jetzt fit und gesund?

Kleine Trainingseinheiten und Workouts zu Hause sind derzeit sehr beliebt. Dementsprechend gewachsen sind auch die Fitnessangebote im Netz. Sie versprechen ein individuelles Training in den eigenen vier Wänden. Wir klären, wie gut die Portale sind und für wen sie sich eignen.

Erstes Ziel: Einfach bewegen!

Wer mit Sport anfangen oder weitermachen will, findet ein überwältigendes Angebot an digitalen Trainern: Neben Fitness-Apps wie Pumatrac oder Nike Training fürs Smartphone gibt es Online-Fitnessportale wie fitnessRAUM oder Gymondo. Dort können zahlende Mitglieder aus vielen verschiedenen Sport-Kursen auswählen und zeitunabhängig vor dem Laptop oder Fernseher trainieren. Zudem bieten Fitness-Studios wie FitX oder Fitness First aufgezeichnete Trainingseinheiten auf YouTube oder Vimeo an.

Wie funktionieren die Online Fitnessangebote?

Fitnessangebote im Netz bieten viele Übungen, Trainingseinheiten und Ernährungspläne. Die Übungen macht ein Trainer ähnlich wie in einem Fitnessstudio vor. Um das Angebot nutzen zu können, schließt man in der Regel einen Abo-Vertrag ab. Danach gibt man ein paar persönliche Daten ein, damit das Portal weiß auf welchem Trainingslevel man sich befindet und was man für Ernährungsgewohnheiten hat. Dann wird man noch nach seinem persönlichen Trainingsziel gefragt, also ob man abnehmen, Muskeln aufbauen oder generell fitter werden möchte. Und dann geht’s los.

Was für Trainingseinheiten werden angeboten?

Die angebotenen Kurse umfassen alle möglichen Richtungen: Yoga, Pilates, Bauch-Beine-Po, Tanz-Training, Power-Workouts etc. Zusätzlich bieten viele auch Rückenschule oder Schwangerschaftsgymnastik an. Neben den Sportangeboten bekommt man auch Ernährungstipps und Rezepte zum selber kochen. Außerdem hat man die Möglichkeit sich mit anderen Mitgliedern des Portals über Trainingsfortschritte auszutauschen.

Was kosten die Fitnessangebote?

Die meisten Portale bieten Abos ab einem Monat an, manche erst ab drei Monaten. Fast alle sind jederzeit kündbar. Für die meisten Anbieter gilt eine Mindestlaufzeit von einem Monat.

Beispielsweise zahlt man bei Cyberfitness 45€ für 6 Monate, bei Gymondo 60€ und bei Fitumenia 78€. Es gibt aber auch Portale, bei denen man ein einmaliges Komplettpaket kauft. Zum Beispiel gibt es bei DBP (Dream Body Project) für 299€ ein 9-Wochen Programm.

Eine Frau trainiert mit zwei Hanteln.
Bildrechte: colourbox

Vorsicht: Einige Anbieter ködern mit einer kostenlosen Probewoche. Danach wechselt man dann automatisch ins kostenpflichtige Abo. Von einigen Anbietern gibt es zum Beispiel bei YouTube kostenlose Trainingseinheiten. Auch einige Krankenkassen bieten online Fitness- oder Präventionskurse an, am besten man fragt bei seiner Krankenkasse direkt nach.

Wie ist die Qualität der Online Fitnessangebote?

Die meisten Portale kommen modern und professionell daher. Laut einem aktuellen Text von chip.de ist Gymondo Testsieger, dicht gefolgt von FitnessRAUM. Beide zeichnen sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und professionellen Kurse aus. Auch die anderen Anbieter haben hochwertige Kurse und ein gutes Angebot, sind aber im Schnitt teurer, nur auf Englisch oder bieten keinen Kundenservice.

Worin liegen die Vorteile von Online Fitnessangeboten?

Wer gerne alleine und zu Hause trainiert, für den sind Online-Fitnessangebote zu empfehlen. Man spart Zeit, Geld für An- und Abfahrt und beim Training selbst muss man nicht erst warten, dass ein Gerät frei wird. Die Kosten liegen im Schnitt unter den Kosten für ein Fitnessstudio und die Abo-Verträge sind in den meisten Fällen fair und leicht kündbar. In der Wahl der Kurse ist man flexibel und Kündigungsprobleme wie etwa beim Umzug oder dem Wechsel der Arbeitsstelle fallen weg.

Was sind die Nachteile von Online Fitnessangeboten?

Wer lange keinen Sport gemacht und nicht wirklich fit ist, weiß oft nicht, wo seine Belastungsgrenze liegt. Die kurze Selbsteinschätzung am Anfang des Online-Trainings und die entsprechende Einteilung durch das Portal reicht da meist nicht aus. Auch wenn ein Trainer alle Übungen vormacht, heißt das nicht, dass man sie auch korrekt ausführt und dabei kann man Fehler machen. Gleiches gilt, wenn Muskeln, Bänder oder Gelenke überbeansprucht werden. Grundsätzlich trainiert man ohne Anleitung auf eigenes Risiko und man muss selbst einschätzen, was einem gut tut und was nicht.

Fazit

Frau bei einer Fitness Übungen
Bildrechte: imago images / Panthermedia

Wer fit ist und Erfahrung im Training hat, für den können Online-Fitnessangebote eine tolle Ergänzung sein, Zeit und Wege sparen. Für Anfänger und Untrainierte sind sie nicht geeignet, sie ersetzten keinen erfahrenen Trainer. Mit einem Online-Fitness-Portal einfach so in zehn Wochen zum Traumgewicht, das dürfte in den wenigsten Fällen funktionieren.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 27. Januar 2022 | 11:45 Uhr

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