Tipps gegen müffelnde Waschmaschinen

Blütenweiß soll frischgewaschenen Wäsche sie sein, oder mit kräftigen Farben, auf jeden Fall sauber und sie soll gut riechen. Doch immer öfter riechen Wäsche und Waschmaschine unangenehm, besonders nach dem umweltfreundlichen Kurzwaschgang. Wir sagen dir, wie das kommt und was man dagegen tun kann.

Eine Frau kniet vor einer Waschmaschine und hat ihren Kopf duch die Öffnung gesteckt. 1 min
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MDR JUMP Mo 12.04.2021 10:45Uhr 00:58 min

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Warum kann die Waschmaschine anfangen unangenehm zu riechen?

Eigentlich dürften dank moderner Waschmittel und computergesteuerten Waschprogrammen weder Maschine noch Wäsche unangenehm riechen. Denn viele Waschmittel enthalten Duftstoffe und manche Verbraucher greifen zusätzlich zu Waschmittelparfüm, das wochenlangen Superduft der Wäsche verspricht. Aber wir waschen bei zu niedrigen Temperaturen. Diese Ökowaschgänge sind zwar energiesparend, aber die Bakterien, die den Geruch in der Wäsche verursachen, werden wir so nicht los.

Die 60-Grad-Marke

Person dosiert Waschmittel.
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Moderne Waschmittel werben damit, schon bei niedrigen Temperaturen die Wäsche sauber zu waschen. Und auch Waschmaschinen locken mit Programmen, die für vermeintlich saubere Wäsche nur 20 Minuten brauchen. Doch genau da liegen die Probleme. Bei niedrigen Temperaturen, zu kurzen Waschgängen und Flüssigwaschmittel haben Bakterien gute Chancen, sich anzusiedeln und zu verbreiten. Zuverlässig sterben Bakterien erst bei einem 60-Grad-Waschgang, der wenigstens eine Stunde dauern sollte. Wenigstens einmal im Monat sollte man bei 60 Grad waschen und dann auch noch ein Pulver-Vollwaschmittel benutzen. Denn da ist automatisch Bleiche drin und die bekämpft Keime und Bakterien

Wie beseitigt man Bakterien in der Waschmaschine?

Haben sich nun aber Keime schon in der Waschmaschine festgesetzt, dann ist eine gründliche Reinigung des Geräts nötig. Denn eine Waschmaschine hält für unangenehm riechende Bakterien viele Plätze bereit, an denen sie sich vermehren können:

  • Der Türgummi: hier sammelt sich bei jeder Wäsche Feuchtigkeit. Rückstände von Waschmitteln bieten einen idealen Nährboden für Keime und Schimmel. Deshalb sollte man den Gummi nach jedem Waschtag ordentlich sauber wischen.
  • Die Wäschetrommel: ist an sich aus Edelstahl, da können sich keine Keime vermehren, wohl aber in den Ritzen und Ecken der Wäschetrommel. Deshalb sollte man die Tür der Maschine im Off-Modus immer ein Stück aufstehen lassen, dann trocknet die Maschine richtig aus.
  • Das Flusensieb: soll verhindern, dass Geldstücke oder andere Kleinteile aus der Wäsche die Pumpe beschädigen oder verstopfen. Hier sammelt sich besonders viel kleinteiliger Schmutz, in dem sich Bakterien und Keime wohl fühlen. Auch das sollte regelmäßig gereinigt werden.  
  • Die Waschmittelschublade: auch dort bildet sich schnell ein Schmierfilm auf dem sich geruchsbildende Bakterien niederlassen und vermehren können. Die Gegenmaßnahme heißt auch hier, regelmäßig sauber machen.
  • Kalkrückstände: je härter das Wasser, desto mehr Kalk lagert sich in der Maschine ab. Auch dort sollen sich Bakterien und Keime wohlfühlen. Die meisten Vollwaschmittel beinhalten aber schon Wasserenthärter, der beseitigt das Problem. In der Dosierangabe auf der Verpackung ist immer genau erklärt, welche Waschmittelmenge für welche Wasserhärte empfohlen wird. Dann sollte auch Kalk kein Problem sein.
  • Maschinenreiniger kann zweimal im Jahr verwendet werden. Dabei wird die Maschine gründlich gereinigt und alle Rückstände werden entfernt.

Was tun wenn die Wäsche trotzdem stinkt?     

Frau schützt ihr Riechorgan mit einer Wäscheklammer.
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Gerade Sportkleidung, die sehr verschwitzt ist, sollte entweder sofort gewaschen werden oder draußen ausgelüftet und getrocknet werden, bevor sie in den Wäschekorb wandert. Im Schweiß fühlen sich die Geruchsbakterien besonders wohl und vermehren sich schnell. Auch die andere Schmutzwäsche kann dann betroffen sein. Wenn man Sportkleidung bei niedriger Temperatur nur kurz wäscht, dann kann sie schnell wieder anfangen zu riechen, weil viele Keime überlebt haben. Außerdem sollte man eine fertige Waschmaschine immer möglichst schnell leeren und die Wäsche aufhängen oder in den Trockner stecken.

Fazit

Eine unangenehm riechende Waschmaschine bekommt man mit einer gründlichen Reinigung und wenigstens einem Heißwaschgang pro Monat wieder in den Griff.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 12. April 2021 | 10:45 Uhr

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