Mineralwasser im Test - was gutes Wasser ausmacht

Wasser ist der beste Durstlöscher und der beliebteste bei uns in Deutschland obendrein. Anders als Limonade oder Saft, ist es kalorienfrei und enthält weder Zucker noch Säure. Stiftung Warentest hat 31 Mineralwässer mit wenig Kohlensäure untersucht. Die Auswahl reichte von Discounterware bis zu namhaften Markenprodukten.

Mineralwasser wird aus der Plastikflasche in ein Glas gegossen. 1 min
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MDR JUMP Di 01.09.2020 10:45Uhr 01:01 min

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Wer sind die Testsieger der Stiftung Warentest?

Die erfreuliche Nachricht zuerst: Gutes Wasser muss nicht teuer sein. Der Testsieger heißt Quellbrunn und kostet gerade einmal 13 Cent pro Liter. Dicht gefolgt von Basinus Medium, Reinsteiner Medium und Wittmannsthaler Quelle Medium. Insgesamt wurden 27 der getesteten Mineralwässer mit sehr gut oder gut bewertet. Bei den anderen vier Marken entdeckten die Experten jedoch Spuren von Verunreinigungen, wie ein Abbauprodukt eines Pflanzenschutzmittels. Wie bei „Mecklenburger Quelle“, „Laurentius Quelle“, „Felsenquelle“ oder „Förstina Sprudel“. Die Rückstände seien laut Stiftung Warentest jedoch gesundheitlich unbedenklich.

Wie soll Mineralwasser schmecken?

Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das amtlich anerkannt werden muss. Es darf nur aus ursprünglich reinen Quellen stammen und sollte auch direkt an der Quelle abgefüllt werden. Der Geschmack bildet sich durch das Durchsickern des Wassers durch unterschiedliche Bodenschichten. Es kann salzig oder bitter schmecken, mineralisch sauer und sogar ein austrocknendes Mundgefühl hinterlassen.

PET-Einwegflaschen und Kunststoffdeckel können Acetaldehyd ans Wasser abgeben. Die Mengen sind gesundheitlich unbedenklich, jedoch kann der Geschmack beeinträchtigt werden. Acetaldehyd kann auch aus Kunststoffflaschen ins Wasser übergehen, je wärmer, heller und länger sie lagern. Darum sollten die Flaschen immer kühl und dunkel aufbewahrt werden.

Wie viele Mineralstoffe sind im Mineralwasser enthalten?

Seit einer EU-Reform von 1980 gibt es keinen Mindestmineralstoffgehalt bei Mineralwasser mehr. Vor allem billige Mineralwässer enthalten mitunter nur extrem wenige Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium oder Natrium. Jedes zweite stille Mineralwasser ist laut Stiftung Warentest mit nicht einmal 50 Milligramm Mineralstoffe mineralstoffarm. Vier Mineralwässer haben einen Mineralstoffgehalt von mehr als 1500 Milligramm pro Liter. Wie viele Mineralstoffe im Wasser sind, steht auf dem Etikett.

Alternative Leitungswasser?

Mineralwässer sind in PET- oder Glasflaschen abgefüllt. Einige auch in Kartons. Die Herstellung der Verpackungen, der Transport vom Brunnen in den Laden und nach Hause, verbraucht Ressourcen und Energie. Deshalb ist laut Umweltbundesamt das umweltfreundlichste Getränk Trinkwasser. Wer Leitungswasser trinkt, erzeugt weniger als ein Prozent der Umweltbelastungen von Mineralwasser. Leitungswasser wird auch ständig kontrolliert. Sollten kritische Keime auffallen, warnen die Wasserwerke vor dem Verzehr. Einzige Ausnahme: Bleirohre, die immer noch in alten unsanierten Altbauten verlegt sind, können das Leitungswasser vergiften. Bei Verdacht sollte man sich an das zuständige Wasserwerk oder Gesundheitsamt wenden und eine schnelle Sanierung fordern.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 01. September 2020 | 10:45 Uhr

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