Leckeres Speiseeis selbst herstellen

Jetzt startet wieder die Hochsaison für leckeres Eis. In Tankstellen, Supermärkten, Eisdielen etc. gibt es eine riesige Auswahl fast rund um die Uhr. Aber warum nicht auch mal Eis selber machen? Dann weiß man was drin ist, es schmilzt nicht beim Transport und man kann seinen Appetit darauf jederzeit stillen. Wir erklären, wie es geht und was man dafür braucht.

Eine Frau hält eine Waffel mit drei Eiskugeln. 1 min
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Warum Eis selbst herstellen?

Abgesehen davon, dass man zeitlich völlig unabhängig ist, bestimmt man auch zu 100% was reinkommt. So kann man auf Farb- und Konservierungsstoffe verzichten. Auch bei einer Laktoseintoleranz ist selbstgemachtes Eis von Vorteil, alles was nicht vertragen wird, wird weggelassen. Außerdem kann man auch richtig kreativ werden und sowas wie Biereis herstellen. Die Zutaten sind frisch und auch der Zucker lässt sich reduzieren. Für die Herstellung hat man die Wahl zwischen Eismaschinen mit Kühlbehälter oder mit Kühlkompressor. Ganz einfach und unkompliziert, geht’s auch mit einem Mixer.

Wie funktioniert die Zubereitung mit dem Mixer?

Das ist die einfachste Art Eis herzustellen: Man braucht nur eine gefrierfeste Form und vorgekühlte Zutaten. Die gefrorenen Beeren mit kalter Milch und/oder Sahne und etwas Puderzucker im Mixer zerkleinern, in das Gefrierfach stellen, fertig. Damit sich keine unschönen Eiskristalle bilden, sollte man die Masse alle 30 Minuten aus dem Gefrierfach nehmen und kräftig umrühren.

Die preiswerte Eismaschine mit Kühlbehälter

Ab ca. 30€ bekommt man eine Eismaschine mit Kühlbehälter. Der muss nun zunächst mindestens acht bis zehn Stunden ins Frostfach vom Kühlschrank oder in den Gefrierschrank. Dort nimmt er bei minus 18 Grad die Kälte auf, die er später an die Eismasse wieder abgibt. Ist der Behälter entsprechend runter gekühlt, wird er mit den Zutaten fürs Eis befüllt. In der Hauptsache sind das Milch, Sahne und Zucker. Und dann noch Früchte, Schokolade oder was immer man möchte. Die ganze Masse muss nun ständig gerührt und dabei langsam abgekühlt werden, so entsteht ein gutes Eis. Vor dem Kauf sollte man darauf achten, dass der Motor genügend Kraft zum Rühren hat. Mehr als 10 Volt sollten es schon sein. Wichtig auch zu wissen: der Kühlbehälter nimmt viel Platz im Gefrierfach ein und ganz spontan kann man das Eis auch nicht herstellen, denn der Kühlbehälter muss erstmal für einige Stunden runtergekühlt werden. Es sei denn man hat ihn gleich dauerhaft im Gefrierschrank.

Die teurere Eismaschine mit Kompressor

Ab ca. 150€ bekommt man eine Eismaschine mit eigenem Kühlkompressor. Die sollte einen eigenen Platz in der Küche haben. Es ist nämlich nicht gut für diese Geräte, wenn Sie ständig hin und hergeräumt werden. Das liegt am Kühlmittel im Kompressor. Die meisten Eismaschinen sind in etwa so groß wie eine Mikrowelle und verbrauchen rund 100 Watt Strom. Der Vorteil: Man kann spontan und pausenlos Eis herstellen. Wichtig: Unbedingt auf die Lautstärkeangabe der Hersteller achten. Einige Maschinen erzeugen bis zu 70 Dezibel Krach. Das ist in etwa so laut, wie ein Staubsauger und kann bei einer Zubereitungszeit von rund 30 Minuten doch ganz schön nerven.

Welche Eismaschine für wen?

Das hängt davon ab, wie viel Eis man zubereiten möchte. Für den Singlehaushalt reicht ein Liter aus. Für die vierköpfige Familie eignet sich dann doch eher ein Gerät, das gleich 2 Liter auf einmal herstellen kann. Wer öfter an eigenen Eiskreationen arbeiten möchte, der sollte schon tiefer in die Tasche greifen und sich für eine Maschine mit Kompressor entscheiden. Das Gerät sollte aber möglichst zwei Fächer zur Eisbereitung haben. Sonst kann man nämlich immer nur eine Sorte herstellen. Idealerweise hat die Eismaschine auch noch eine Timerfunktion und Abschaltautomatik.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 07. Juni 2021 | 11:45 Uhr

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