Hundekot – Warum ist die Entsorgung so wichtig

In Hundekot zu treten soll ja angeblich Glück bringen. Aber mal ehrlich: Wenn es passiert, ärgert man sich furchtbar, weil es einfach nur eklig ist. Aber nicht nur deshalb müssen Hundehalter die Hinterlassenschaften ihres Lieblings einsammeln, sondern auch, weil Hundekot krank machen kann.

Warum Hundekot entsorgt werden muss

Tretminen auf Gehwegen oder Wiesen sind nicht nur ein stinkendes Ärgernis, sondern im Hundekot können auch Krankheitserreger lauern. Und das ist das eigentliche Problem. Im Hundedarm können sich Parasiten wie Spulwürmer oder der Fuchsbandwurm ansiedeln. Machen die Besitzer nicht regelmäßig eine Wurmkur, dann scheiden die Hunde die Parasiten über den Kot aus. Tritt man dann in den Haufen, trägt man die winzigen Eier der Parasiten im Zweifel bis in die Wohnung hinein. Kinder oder abwehrgeschwächte Menschen können, wenn sie mit dem Kot in Kontakt kommen, krank werden. Dasselbe gilt für Welpen oder immunschwache Hunde, die mit dem Kot in Berührung kommen. Aber auch für andere Tiere können befallene Hundehaufen gefährlich sein: Wenn sich Kühe mit dem Parasiten Neospora caninum anstecken, kann es zu Fehlgeburten kommen. Der Parasit kann sich ebenfalls unbemerkt im Hundekot befinden.

Hundehaufen auf dem Gehweg stellen zudem eine Unfallgefahr dar. Man kann als Fußgänger oder Fahrradfahrer darauf ausrutschen. Vor allem für blinde und sehschwache Menschen sind die Tretminen eine Gefahrenquelle.

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16.06.2021, 19:50 Uhr /
18:00 Uhr in der Mediathek

aus dem Tierheim Riesa

Die richtige Entsorgung

Hundekot gehört in die Restmülltonne oder in einen städtischen Mülleimer. Er darf niemals in einer Biotonne entsorgt werden, auch nicht dann, wenn er sich in einer Bioplastik- oder Papiertüte befindet. Grund sind die schon erwähnten Würmer und Bakterien, die im Kot sein können. Deshalb gehört Hundekot auch keinesfalls auf den Kompost. Es besteht die Gefahr, dass dieser verunreinigt wird und Krankheitserreger über gedüngte Pflanzen in die Nahrungskette gelangen.

Die größte Hundekotsünde aber ist es, die gefüllten Tüten einfach in der Natur zu entsorgen. 

Hundekot liegenlassen – das kann teuer werden

In der Regel legen die Kommunen fest, dass der Hundekot im öffentlichen Raum entfernt werden muss und wieviel es den Hundehalter kostet, wenn er das nicht tut. Dabei liegen die Bußgeldsätze zwischen 10 und 150 Euro. Wer wiederholt erwischt wird, für den kann es noch teurer werden. Auf Spielplätzen können Hundehaufen sogar zur Anzeige gebracht werden, weil der Kot da ein gesundheitliches Risiko für spielende Kleinkinder darstellt. Im eigenen Garten muss man die Hinterlassenschaften natürlich nicht entsorgen. Problematisch kann es aber werden, wenn sich dein Vierbeiner gerne in der Nähe des Nachbargrundstücks niederlässt. Bei starker Geruchsbelästigung oder wenn Ungeziefer angelockt wird, kann es Ärger geben. Sollte ein Garten von mehreren Mietern genutzt werden, müssen die Haufen definitiv entfernt werden.

Manche Hundehalter sind der Meinung, dass die Beseitigung der Tretminen mit der Hundesteuer bezahlt wird. Das ist aber ein Irrtum.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 02. Juni 2021 | 11:45 Uhr

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