Im Herbst und Winter: So kommen Haustiere mit der Kälte klar

So langsam wird es draußen kühler und ungemütlicher. Spätestens bei der ersten Kältewelle fragen sich viele Tierbesitzer, wie sie ihren Liebling vor den niedrigen Temperaturen schützen können. Dabei vertragen Tiere Kälte besser als gedacht.

Jetzt schon einen niedlichen Hundepullover stricken? Oder den Kaninchenstall winterfest machen? Müssen die Fische raus aus dem Teich? Es gibt ein paar Vorkehrungen, die du treffen kannst, damit dein Haustier gut durch die kalte Jahreszeit kommt.

Das kannst du für dein Tier tun:

Hunde

Die meisten Hunde haben ein ausreichend dickes Fell und sind gut für den Winter gerüstet. Nur kranke Tiere oder Wuffis mit sehr kurzem oder spärlichen Fell brauchen bei Spaziergängen im Freien ein Mäntelchen oder einen Pullover. Schuhe oder Socken für Hunde sind keine gute Idee, es sei denn der Tierarzt ordnet so etwas an. Besser ist es, du machst häufiger kurze Rundgänge mit deinem Hund und spülst die Pfoten beim Nachhause kommen mit lauwarmen Wasser ab. Das Fell an den Pfoten sollte im Winter kurz gehalten werden, damit sich kein Schnee oder Eis festsetzen kann.

Viele Hunde lieben es, Schnee zu schlabbern. Dieses Vergnügen solltest du deinem Vierbeiner abgewöhnen. Hunde können davon böse Magenverstimmungen mit Erbrechen oder Durchfall bekommen. Im schlimmsten Fall droht sogar eine Darmentzündung. Ganz wichtig: Lass deinen Hund bei niedrigen Temperaturen nicht zu lange vorm Bäcker oder Supermarkt warten. Da kann er sich eine Blasen- oder Nierenentzündung holen. Und sobald deine Fellnase mit Zittern anfängt solltest du deine Gassirunde abbrechen.

Nächste Sendung im MDR Fernsehen

Nächste Sendung im MDR Fernsehen

27.10.2021, 19:50 Uhr /
18:00 Uhr in der Mediathek

aus dem Tierheim Bischdorf bei Löbau/Sachsen

Katzen

Katzen haben im Winter ein dickeres Fell und brauchen daher keine extra-Kleidung. Achte besonders darauf, dass deine Freigänger-Katze jederzeit zurück ins Warme kann. Sie sollte bei Kälte nicht den ganzen Tag draußen verbringen. Auch über Nacht ist ein trockenes warmes Plätzchen besser, als auf der Straße herumzustreunern. Zudem solltest du auch bei deiner Katze darauf achten, dass sie keinen Schnee isst.

Streusalz kann den Samtpfötchen schaden und feine Risse verursachen. Keinesfalls aber solltest du die Pfoten eincremen. Dein Stubentiger wird die Creme ablecken und Magenprobleme bekommen. Falls es nötig ist, nimm natürliche Mittel, um die Pfoten zu pflegen. Sieh zu, dass es am Lieblingsplatz deiner Katze nicht zieht. Viele Katzen reagieren empfindlich auf Zugluft und können sich schnell mal einen Schnupfen holen.

Hasen, Meerschweinchen und Co.

Kleine Heimtiere wie Kaninchen, Hasen und Meerschweinchen können ganzjährig draußen gehalten werden. Auch bei ihnen ist wichtig, dass sie vor Zugluft geschützt sind. In ihrem Käfig sollte es zudem ein gut isoliertes Schlafplätzchen, besser noch eine kleine Schutzhütte aus Holz oder Styropor geben. Diese kannst du mit Heu oder Stroh polstern und sollte immer trocken gehalten werden. Achte darauf, dass das Wasser und Futter für die Nager nicht einfriert. Die Kleintiere brauchen vor allem im Winter ausreichend Platz, um herumspringen zu können, damit sie fit bleiben. Kränkliche oder ältere Tiere solltest du bei Kälte ins Haus oder in die Wohnung holen. Mäuse oder Hamster sollten grundsätzlich drinnen gehalten werden.

Vögel

Ziervögel wie Wellensittiche oder Kanarienvögel können auch im Winter in der Außenvoliere bleiben. Allerdings solltest du den Vögeln ein Schutzhaus dazustellen und die Volieren beheizen bzw. gut dämmen, sodass sie frostfrei bleiben. Am besten gibst du ihnen bei Kälte fettreiches Futter.

Fische

Auch Fische können draußen überwintern, vorausgesetzt ihr Teich ist mindestens 80 cm tief. Der Tierschutzbund empfiehlt, dass der Teich vor Wintereinbruch gründlich gereinigt, sowie von Laub und alten Pflanzen befreit wird. Außerdem musst du unbedingt darauf achten, dass der Teich nicht zufriert. Fische fallen in eine Art Winterstarre. Sie bewegen sich ganz reduziert und fressen kaum etwas. Am besten fragst du in der Zoohandlung nach, bis zu wieviel Grad es deine Fische draußen aushalten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 22. September 2021 | 11:45 Uhr

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