47-Euro-Schein: Falschgeld erkennen

20.04.2020 | 00:00 Uhr

Stimmt der Geldwert nicht, fühlt sich das Papier billig an oder fehlt das Wasserzeichen, sollte die Annahme von Geldscheinen besser verweigert werden. Wir klären, welcher Schein am häufigsten gefälscht wird und ob du Blüten zur Polizei bringen musst.

Ein Mitarbeiter der Bundesbank zeigt in Bielefeld, wie man gefälschte 20-Euro-Scheine im Licht erkennt. 1 min
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MDR JUMP Mo 20.04.2020 02:10Uhr 01:05 min

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Von einer Falschgeldschwemme kann keine Rede sein, sagen unsere Experten. Die Zahl der entdeckten Blüten ist seit Jahren rückläufig.

Bei diesen Scheinen solltest du genau hinschauen

Meist kommen die Blüten als 50-Euro-Scheinen daher. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn es sich dabei um alte Scheine handelt. Weil sie nicht so gut gesichert sind, werden die besonders gern nachgemacht. Außerdem sind Verbraucher bei diesen Scheinen nicht besonders misstrauisch. Die neuen Fünfziger haben dagegen Sicherheitsmerkmale die bislang nur sehr schwer nachgemacht werden können.

Fühlen, sehen, kippen - so erkennt man Falschgeld

Gemeint ist der klassische Dreier-Test. Geht ganz schnell. Auf der linken und rechten Seite haben Geldscheine fühlbare Erhöhungen. Außerdem sollten sich die Scheine „griffig und fest“ anfühlen. Wird der Schein gegen das Licht gehalten, zeigt sich ein Wasserzeichen. Es zeigt den Wert der Banknote. Im Gegenlicht wird auch der Sicherheitsfaden als dunkler Streifen sichtbar. Kippt man den Schein, bewegt sich das Euro-Symbol.

Beschmutzen Geldstifte die Scheine?

Die Bundesbank rät von Geldprüfstiften ab. Sie würden die Geldscheine beschmutzen und außerdem keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Im Handel kann man sie für wenige Euro kaufen. Das Prinzip: Auf normalem Papier verursachen sie dunkle Streifen. Auf Banknoten reagieren die Stifte nicht. Der Grund: in herkömmlichem Papier ist Stärke enthalten. Darauf reagieren die Stifte. Echte Geldscheine dagegen enthalten keine Stärke.

Rechtliches zu Blüten

Eine Pflicht Geldscheine auf ihre Echtheit zu prüfen, gibt es im deutschen Recht nicht. Problematisch ist, wenn jemandem klar sein musste, dass der Schein gefälscht ist. Wird beispielsweise mit einem Geldschein bezahlt der einen falschen Betrag aufweist, kann man schlecht behaupten es für einen echten Fünfziger gehalten zu haben. Der Unterschied in der Zahl hätte sicherlich auffallen müssen. Übrigens: Wer Falschgeld entdeckt kann selber entscheiden, was damit passieren soll. Man kann es selber vernichten oder in einen Bilderrahmen packen. Eine Pflicht das Geld bei der Polizei abzugeben, gibt es nicht. Nur wieder damit bezahlen darf man natürlich nicht.

Die Bundesbank rät trotzdem dazu, Falschgeld abzugeben. Entweder bei der Polizei oder bei der Bundesbank. Das würde helfen, den Fälschern auf die Spur zu kommen. Und nein, die Blüten werden dort auch nicht gegen echtes Geld eingetauscht.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 20. April 2020 | 10:45 Uhr

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