Corona-Regeln: Das ist Silvester in Mitteldeutschland erlaubt

Nach dem Fest ist vor dem Jahreswechsel: Auch für die Silvesterfeierlichkeiten gelten wegen der Corona-Pandemie viele Einschränkungen. Wir klären, mit wie vielen Personen du den Jahreswechsel feiern darfst und welche Regeln für Feuerwerk gelten.

Eine Wunderkerze vor einem Weihnachtsbaum 1 min
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MDR JUMP Di 29.12.2020 10:45Uhr 00:58 min

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Zu den Weihnachtsfeiertagen galten in Mitteldeutschland Lockerungen der strengen Corona-Regeln. Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wurden aufgehoben oder waren weniger streng. Unterdessen befürchtet Sachsens Ministerpräsident Kretschmer eine dritte Corona-Infektionswelle nach Weihnachten und Silvester. "Vor uns liegen die zehn härtesten Wochen der Pandemie", sagte er vor Weihnachten in einer Online-Pressekonferenz. Eine dritte Welle könnte in der Zeit vom 10. bis 15. Januar anrollen.

Wie groß die Welle wird und welchen Schaden sie anrichtet, haben die Menschen in Sachsen und in Deutschland selbst in der Hand.

Ministerpräsident Michael Kretschmer

Trotzdem gibt es auch für den Jahreswechsel im Freistaat Lockerungen bei den strengen Corona-Regeln.

Diese Corona-Regeln gelten Silvester

Am Silvesterabend gilt in Sachsen nicht die Ausgangssperre (zwischen 22 und 6 Uhr darf ansonsten derzeit nur mit triftigem Grund die Wohnung verlassen werden). Allerdings gilt weiterhin das bundesweite An- und Versammlungsverbot. Wichtig: Alkohol darf in der Öffentlichkeit weder verkauft noch konsumiert werden. In Sachen Kontaktbeschränkungen dürfen sich im Freistaat grundsätzlich nur fünf Personen aus zwei Haushalten treffen (Kinder unter 14 Jahren zählen dabei nicht mit).

In Sachsen-Anhalt gelten ebenfalls Kontaktbeschränkungen (maximal fünf Personen, Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit). Außerdem sind öffentliche Feuerwerke verboten. Feiern in der Öffentlichkeit sind untersagt. Heißt: Feiern in Gruppen auf öffentlichen Straßen oder Plätzen sind untersagt. Alkohol darf weder verkauft werden, noch in der Öffentlichkeit getrunken werden. Außerdem sind Versammlungen am 31.12. von 20 bis 8 Uhr verboten.

Auch in Thüringen gelten am Silvesterabend strenge Kontaktbeschränkungen. Private Feiern sind im eigenen Haushalt und mit einem weiteren Haushalt zulässig. Maximal dürfen dabei fünf Erwachsene anwesend sein, Kinder unter 14 Jahren zählen bei der Berechnung nicht mit. Wer trotz Verbot eine Silvesterparty ausrichtet, muss sich auf ein Bußgeld zwischen 1.000 und 3.000 Euro einstellen. Auch im Freistaat gilt ein Alkoholverkaufsverbot. Ebenso ist es verboten, Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken. Die Ausgangssperre wird für den Silvesterabend gelockert. Ab 3 Uhr am 01.01. gilt sie wieder.

Diese Regeln gelten für Silvesterfeuerwerk

Zum Jahreswechsel dürfte es in Sachsen diesmal weit weniger krachen als sonst. Die Städte Chemnitz und Dresden erließen am Montag per Allgemeinverfügung ein "Böllerverbot". Leipzig will das private Silvester-Feuerwerk in drei Zonen unterbinden - in der Innenstadt, am Connewitzer Kreuz sowie auf dem Lindenauer Markt.

Der Erzgebirgskreis untersagt auf allen öffentlichen Plätzen, Fußwegen und auf öffentlich zugänglichen Privatgrundstücken das Abrennen von Feuerwerkskörpern. Auch in Görlitz gibt es Einschränkungen. Dort ist auf vier Straßen und der Altstadtbrücke in der Nacht zu Neujahr Pyrotechnik tabu. In Zwickau soll es dagegen kein Böllerverbot geben.

In Dresden gilt das Verbot stadtweit auf allen öffentlichen und privaten Flächen und umfasst pyrotechnische Gegenstände der Kategorie zwei und höher, also Böller, Raketen und ähnliches Feuerwerk. In Chemnitz bezieht es sich auf alle öffentlichen Flächen sowie auf private, die für jedermann zugänglich sind, beispielsweise Parkplätze von Supermärkten.

Die aktuelle sächsische Corona-Schutz-Verordnung verbietet nur den Feuerwerksverkauf. Es wird darin lediglich "dringend davon abgeraten", bereits vorhandenes Feuerwerk abzubrennen. Die zuständigen kommunalen Behörden könnten aber für viel besuchte öffentliche Plätze ein Verbot des Abbrennens von Feuerwerkskörpern anordnen, heißt es.

In Thüringen und Sachsen-Anhalt können Städte und Gemeinden Zonen festlegen, in denen das Abbrennen von Feuerwerk am Silvesterabend verboten ist. Wer dagegen verstößt, muss in Thüringen mit einem Bußgeld von bis zu 200 Euro rechnen.

In Deutschland gilt in diesem Jahr ein Feuerwerksverkaufsverbot. Ausschließlich Feuerwerkskörper der Kategorie „F1“ darf noch angeboten werden. Darunter zählen Wunderkerzen, Tischfeuerwerk oder Knallerbsen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 29. Dezember 2020 | 10:45 Uhr

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