Welche Bartpflegeprodukte sind wirklich sinnvoll

Beim Thema Bart scheiden sich die Geister. Zum einen liegt die Gesichtsbehaarung im Trend und steht angeblich für Männlichkeit. Andererseits: Wird der Bart nicht ordentlich gepflegt, kann das sehr abstoßend wirken. Entscheidend ist also die Bartpflege. Doch welche Produkte sind sinnvoll?

Knapp jeder zweite Mann in Deutschland hat einen Bart. Dabei variieren die Formen von 3-Tage-Stoppeln bis zu Karl-Marx-Modell. Und je nachdem wie anspruchsvoll deine Bartfrisur ist, brauchst du unterschiedliche Pflegeprodukte, damit die Haare im Gesicht auch schön zur Geltung kommen.

Weniger ist mehr

Im Handel gibt es unzählige Bartpflegemittel und alle versprechen die beste Wirkung. Doch eigentlich kommst du mit wenigen Produkten ganz gut aus. Entscheidend ist die Beschaffenheit deiner Haut und deiner Barthaare. Und längere Bärte brauchen andere Mittel als ein Schnurrbart oder ein 3-Tage-Bart.

Diese Basics brauchen Bartträger wirklich

Bei den meisten Bartfrisuren reichen diese drei Produkte:

  • Bartöl
  • Trimmer bzw. Rasierer
  • Schere

Bartöl

Ein gutes Bartöl braucht fast jeder Bartträger, außer, wenn die Stoppeln wirklich sehr kurz sind. Bartöl macht die Barthaare weicher und glänzender und lässt den Bart im besten Fall angenehm duften. Außerdem spendet das Öl der Haut unter dem Bart Feuchtigkeit und kann so gegen Jucken, Austrocknen und Schuppen helfen. Bartöl kannst du täglich nach der Reinigung verwenden. Dazu säuberst du zunächst die Barthaare mit lauwarmem Wasser. Zu heißes Wasser oder Seife lässt die Haut austrocknen. Dann tupfe den Bart mit einem Handtuch ab und nimm das Öl zur Hand.
Je nach Bartmenge reichen zwei bis vier Tropfen. Dann knete das Öl in die Haare ein. Arbeite dich bis zur Gesichtshaut vor, damit die auch Feuchtigkeit und Pflege abbekommt. Nimm nicht zu viel Öl, sonst wirkt der Bart fettig. Nach ein paar Anwendungen solltest du die richtige Dosierung herausgefunden haben.   

Trimmer bzw. Rasierer

Damit dein Bart wirklich gepflegt aussieht und nicht nach Wildwuchs ist es wichtig, dass du auf die Konturen und die richtige Form achtest. Das machst du mit einem Trimmer und einem Nassrasierer. Wer richtig firm ist, kann natürlich auch zu einem Rasiermesser greifen, aber das ist wirklich nur was für Geübte. Beim Trimmer ist die Wahl des Aufsatzes wichtig – der bestimmt schließlich die richtige Länge, vor allem bei kürzeren Bartfrisuren. Auch solltest du immer darauf achten, dass bartfreie Stellen glattrasiert sind. Dafür eignet sich ein Nassrasierer mit scharfer Klinge. Damit kannst du die Konturen schön sauber schneiden.

Schere

Wenn du deinen Bart in Form bringst, kann es passieren, dass einzelne Haare abstehen. Die kriegst du mit einer Schere weg. Du brauchst dafür aber keine spezielle Bartschere. Eine Haar- oder Nagelschere tut es auch. Papierscheren sind meist nicht so gut geeignet, weil sie nicht so leichtgängig sind wie Haarscheren.

So wäschst du deinen Bart

Wie schon erwähnt reicht für die tägliche Pflege lauwarmes klares Wasser. Doch ungefähr zweimal die Woche kannst du deine Gesichtsbehaarung auch mit Shampoo waschen. Auch hier muss es nichts bartspezifisches sein. Ein normales mildes Shampoo reicht aus. Entscheidend ist, wie empfindlich deine Gesichtshaut ist. Manche Männer vertragen hier ein Babyshampoo sehr gut, weil da weniger Chemikalien drin sind. Wenn du merkst, dass es unterm Bart juckt oder schuppt, solltest du das Shampoo wechseln.

Der Bart juckt – was tun?

Ein Mann steht vor dem Badspiegel und trägt eine Gesichtscreme auf.
Bildrechte: IMAGO

Wenn es im Gesicht juckt, ist es nicht der Bart, sondern die Haut. Die verträgt manchmal bestimmte Pflegeprodukte nicht. Oder vielleicht wäschst du deinen Bart zu häufig mit Shampoo oder nimmst zu heißes Wasser. All das ist Stress für die Haut und die reagiert entsprechend mit Jucken oder Schuppen.
Auch wer sich zum ersten Mal einen Bart wachsen lässt, muss damit rechnen, dass die Gesichtshaut erstmal irritiert ist. Ist der Juckreiz ganz besonders schlimm, ist meist nicht trockene Haut Schuld, sondern Bakterien oder Pilze. Dann solltest du einen Hautarzt aufsuchen. Achtung Ekelfakt: US-Forscher haben in Bärten teils genauso viele Bakterien gefunden wie in einer Toilette. Mitunter waren es sogar dieselben Bakterien, die man auch in einer Toilette findet, die meisten allerdings waren nicht krankheitserregend.

Was ist mit anderen Bartpflegeprodukten?

  • Bartbürste und Bartkamm: Kann man sich zulegen, muss man aber nicht. Beide sind dafür da, die Barthaare nach dem Waschen zu entwirren und in Form zu bringen. Dafür reicht aber auch jeder andere normale Kamm bzw. Bürste. Einen Kamm brauchst du nur für lange Barthaare. Die Zinken sollten weit auseinander stehen, so dass du beim Kämmen nicht zu sehr ziehen musst. Eine Bürste dagegen kann auch für kürzere Bärte sinnvoll sein. Damit kannst du Bartöl gut in den Haaren verteilen.

  • Bartbalsam: Das brauchen nur wirklich lange Bärte. Mit Bartbalsam können Gesichtsfrisuren in Form gebracht werden und es sorgt für geschmeidigere Barthaare.

  • Bartwachs: Bartwachs hat ähnliche Funktionen und Anwendungsgründe wie Bartbalsam, dient also dem Styling und der Pflege längerer Bärte

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 18. Oktober 2021 | 11:45 Uhr

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