Nudeln werden teurer - und diese Lebensmittel auch

Die Preise für Nudeln sollen in den kommenden Monaten stark ansteigen. Aber das sind nicht die einzigen Lebensmittel, die teurer werden.

Spaghetti
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Sie sind leicht zu verarbeiten, das Kochen geht schnell und vor allem Kinder lieben sie: Nudeln zählen zu den beliebtesten Gerichten in der Küche von Familien. Doch das könnte in Zukunft deutlich teurer werden.

Rohstoffpreis gestiegen

Einer der Hauptbestandteile von Nudeln ist Hartweizen. Dieser Rohstoff wird zwar auch in Europa angebaut, wird aber auch in großen Mengen aus Kanada importiert. Der Verband der Getreidewirtschaft hat jetzt mitgeteilt: Dort gibt es eine schlechte Ernte, ausgelöst durch extreme Hitze und Dürre. Dadurch steigen die Preise für Hartweizen auf dem Rohstoffmarkt. Denn das Angebot an Nudeln wird sinken.

Nudeln werden sicher nicht ausgehen, aber ob in diesem Jahr alle Regale mit Nudeln so gut gefüllt sein werden wie in der Vergangenheit, ist nicht vorhersehbar.

Guido Jeremias, Verband der Getreidewirtschaft

Hartweizen kostet mittlerweile etwa dreimal so viel, wie es normalerweise üblich ist. Voraussichtlich werden nicht nur die Preise für Nudeln steigen. Es werden auch weniger Sorten angeboten werden. Auch andere Produkte sind von dem Rohstoffmangel betroffen. Aus Hartweizen werden nicht nur Nudeln, sondern beispielsweise auch Couscous oder Bulgur hergestellt.

Kevin Krawietz, Tennisprofi, räumt in einem Lidl-Discounter Obst in ein Regal. Der French-Open Sieger hat durch die Turnier-Ausfälle wegen Corona in einem 450€‚¬ Job angefangen.
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Weitere Produkte werden teurer

Viele Hersteller wollen bei den Supermarktketten derzeit Preiserhöhungen durchsetzen. Hersteller wie Nestlé oder Henkel verhandeln derzeit und wollen eine Preiserhöhung ihrer Produkte durchsetzen. In den vergangenen Wochen ist auch Gemüse teurer geworden. Kartoffeln sind in diesem Jahr mehr als 25 Prozent teurer, als im Vorjahr. Das hat die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft berechnet. Der Preis für Strauchtomaten ist um etwa 17 Prozent gestiegen. Deutlich nach oben gingen auch die Preise für Eier und Milchprodukte. Als Grund gelten schlechte Ernten und höhere Transportpreise.

Auch das Statistische Bundesamt zeigt: Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Kosten für Nahrungsmittel im September 2021 um 4,9 Prozent angestiegen. Lebensmittel und weiteres, was wir im Supermarkt kaufen, sind nicht das Einzige, was teurer geworden ist. So hoch wie im September 2021 war die Inflationsrate seit 28 Jahren nicht mehr.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 07. Oktober 2021 | 14:10 Uhr

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