So gehen deine Zimmerpflanzen nicht ein

23.10.2019 | 09:46 Uhr

Zimmerpflanzen können echte Diven sein. Mal wollen sie mehr Licht, dann wieder weniger Wasser, ja was denn nun? MDR Gartenexpertin Brigitte Goss erklärt, wie du Zimmerpflanzen auch ohne grünen Daumen gut pflegen kannst.

Usambara-Veilchen
Usambara-Veilchen Usambara-Veilchen mögens gleichmäßig feucht und das ganze Jahr über warm. Der Pflanzentopf sollte in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer gestellt werden. Beim Gießen von oben können die Blätter nämlich sonst fleckig werden. Die Pflanze mag es außerdem hell und warm. Direkte Sonneneinstrahlung ist aber auch nichts für sie. Bildrechte: imago images / allOver
Usambara-Veilchen
Usambara-Veilchen Usambara-Veilchen mögens gleichmäßig feucht und das ganze Jahr über warm. Der Pflanzentopf sollte in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer gestellt werden. Beim Gießen von oben können die Blätter nämlich sonst fleckig werden. Die Pflanze mag es außerdem hell und warm. Direkte Sonneneinstrahlung ist aber auch nichts für sie. Bildrechte: imago images / allOver
Blatt einer Monstera.
Monstera Die Monstera (auch bekannt als Fensterblatt) mag es hell und warm. Halbschattige und schattige Standorte kann sie auch, aber dann bilden sich die Blätter nicht so gut aus. Die Pflanze muss regelmäßig gegossen werden, doch vorsicht: Zu viel Wasser kann sie gar nicht ab. Trockenheit verträgt sie dagegen wesentlich besser. Bildrechte: MDR/Patricia Geissler
Ufopflanze (Pilea)
Pilea peperomioides oder Ufopflanze Die Pilea ist eine der aktuellen Trendpflanzen. Sie gedeiht am besten, wenn die Erde mäßig feucht gehalten wird. Wichtig ist, dass das Wasser direkt in die Erde gegossen wird und nicht auf die Blätter. Die Pflanze braucht einen hellen bis maximal halbschattigen Standort. Außerdem muss sie regelmäßig gedreht werden, weil sich die Blätter sehr stark nach der Sonne ausrichten und sonst nur in eine Richtung zeigen. Bildrechte: imago images / Mint Images
Blick von oben auf eine Pflanze mit langen, aber schmalen grünen Blättern. Sie steht auf einem flachen Tisch.
Grünlilie Diese Pflanze ist der Klassiker aus dem Klassenzimmer. Grünlilien sind sehr robust und überstehen auch mal längere Trockenperioden. Grundsätzlich sollte sie aber schon regelmäßig gegossen werden. Zuviel ist aber auch hier nicht gut. Im Winter wird empfohlen, die Pflanze nur sparsam zu gießen. Damit die Pflanze gut wächst, ist ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung wichtig. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Eine ausladende Pflanze mit leicht herzförmigen Blättern steht auf einem Tisch.
Efeutute Die Efeutute ist ein äußerst genügsamer Geselle. Im besten Fall hält man sie gleichmäßig feucht, sie verträgt es aber auch, mal etwas länger nicht gegossen zu werden. Stehendes Wasser sollte schnell abgegossen werden, denn das verträgt die Pflanze überhaupt nicht. Dafür braucht sie einen hellen bis halbschattigen Ort ohne direkte Sonne. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Zwei Bogenhanf-Pflanzen vor Fenster.
Bogenhanf Bogenhanf ist eine Steppenpflanze und kann deshalb Trockenheit ganz gut ab. Die Erde sollte man nur gießen, wenn sie wirklich trocken ist. Im Winter braucht die Pflanze nur alle vier Wochen Wasser. Bildrechte: MDR/Patricia Geissler
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Usambara-Veilchen
Bildrechte: imago images / allOver

MDR JUMP: Wie schwer ist es, Zimmerpflanzen nicht eingehen zu lassen?

Brigitte Goss: Es ist eigentlich ganz leicht, Zimmerpflanzen zu pflegen, wenn man natürlich ein paar Sachen beachtet. Zuallererst das Gießen: Entweder man gießt zu wenig oder zu viel. Das ist der größte Knackpunkt und es werden sozusagen Pflanzen totgegossen. Aber auch die richtigen Lichtverhältnisse spielen eine große Rolle.

Kann man Pflanzen, die man zu viel gegossen hat retten?

Eine Frau steht in einem Garten. In der Hand hält sie einen kleinen Strauß aus Kräutern.
Brigitte Goss ist Gartenexpertin im MDR Garten. Bildrechte: MDR/Lisa-Marie Kaspar

Das Problem ist natürlich, dass die Pflanze dann die Blätter hängen lässt und zu nass ist. Man sollte immer kontrollieren, ob zu viel Wasser im Übertopf oder im Untersetzer ist. Man kann die ein oder andere Pflanze durchaus abtrocknen lassen. Ich denke da an Usambara-Veilchen oder sowas. Die können sich dann durchaus wieder erholen.

Muss man Zimmerpflanzen im Winter anders pflegen als im Sommer?

Ja, im Winter ist der Stoffwechsel der Pflanze runtergefahren. Es fehlt an Licht, ganz klar, nicht unbedingt an Temperatur. Dann sollte man entsprechend gar nicht oder kaum düngen. Oftmals ist im Winter die Luftfeuchtigkeit in den Zimmern zu niedrig. Also ab und zu ein bisschen mit Wasser besprühen tut den Pflanzen ganz gut.

Gibt es Zimmerpflanzen, die in jeder Wohnung überleben, besonders robust sind und bei denen man wenig falsch machen kann?

Ja, die gibt es. Und zwar ist das die Efeutute. Philodendron-Arten vertragen es auch mal richtig trocken, wenn man die zu gießen vergisst oder mal zu viel gießt. Das können die ganz gut ab. Die Schusterpalme verträgt es zum Beispiel total dunkel. Und die ganz klassische Grünlilie hält ja auch unheimlich viel aus. Und der altbekannte Bogenhanf, auch Schwiegermutterzunge genannt, den kennt man aus den Siebzigern, der hält auch ganz viel aus.

Drei Tipps für schöne Zimmerpflanzen von MDR Gartenexpertin Brigitte Goss 1. Fahrplan festlegen: Nimm dir einen festen Tag pro Woche dafür Zeit, deine Pflanzen zu pflegen. Schau dir an diesen Tagen deine Pflanzen genau an.

2. Wasserkontrolle: Checke regelmäßig, ob deine Pflanzen Wasser brauchen. Geh richtig mit dem Finger in die Blumenerde rein und prüfe, ob die Erde zu feucht oder zu trocken ist.

3. Pflanzen brauchen Licht: Wenn du Pflanzen in dunklen Ecken hast, stell sie ruhig immer mal für ein paar Wochen ans Licht. So kann sich die Pflanze erholen und ihre Energiespeicher wieder aufladen.

Dieses Thema im Programm Die MDR JUMP Feierabendshow | 23. Oktober 2019 | 17:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2019, 09:46 Uhr

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