Eier natürlich Färben
Bildrechte: IMAGO/Steinach

So kannst du deine Ostereier mit natürlichen Farbstoffen färben

27.03.2018 | 14:49 Uhr

Um eure Ostereier schön bunt zu bekommen, müsst ihr keine Chemie verwenden. Das geht auch ganz einfach mit selbstgemachten Farben aus natürlichen Stoffen wie zum Beispiel Roter Bete.

Eier natürlich Färben
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Viele natürliche Stoffe eignen sich perfekt zum Ostereier färben.

  • Rote Bete oder Rotkohlblätter färben rotviolett
  • Holunderbeeren (auch Saft) färbt graublau
  • Safran oder das Gewürz Kurkuma färben gelb
  • Karotten färben gelborange
  • Brennnesselblätter färben gelbgrün
  • Spinat färbt grün

Und so geht's:

Zuerst Pflanzenteile verkleinern oder raspeln (das bietet sich zum Beispiel bei Karotten an). Und mit Wasser zu seinem Farbsud einkochen.

Für die Mengen gilt: Bei Frischen Blättern und Gemüse braucht man rund 500g auf zwei Liter Wasser, bei Pulver (zum Beispiel Gewürzen) reichen oft drei bis vier Löffel auf 2 Liter Wasser. Das ganze wird dann 30 bis 60 Minuten eingekocht, danach durch ein Sieb gegossen, so dass ihr in euren Sud keine Stückchen mehr habt.

Tipp: Ein Schluck Essig hellt euch die Farbe auf. Wenn ihr einen Eisennagel mit kocht, verdunkelt das die Farbe.

Nun müsst ihr eure Eier nur noch kochen und dann circa eine halbe Stunde in euren Farbsud legen. Je länger das Ei im Farbsud liegt, desto intensiver wird die Farbe.

Tipp: Wenn das Ei getrocknet ist und ihr es mit etwas Olivenöl vorsichtig abreibt, glänzt die Farbe toll.

So bleiben eure Eier frisch

Eier sollte man am besten im Kühlschrank lagern, erklärt Prof. Dr.-Ing. Jean Titze. Er forscht zur Lebensmitteltechnologie pflanzlicher Produkte an der Hochschule Anhalt:

Das Ei dient zur Arterhaltung der Vögel und der wertvolle Dotter schützt sich vor Keimen, die über die Schale eindringen könnten. Dieser natürliche Schutz vor Keimen nimmt im Alter ab. Und die Alterungsvorgänge im Ei laufen umso schneller ab, je wärmer das Ei gelagert wird. Deshalb sollte man die Eier in den Kühlschrank legen.

Drei bis vier Wochen halten dann die Eier bei kühler Lagerung. Wenn man sich dann nicht sicher ist, ob die Eier noch gut sind, empfiehlt Prof. Titze den Wassertest:

Das Ei in kaltes Wasser legen. Frische Eier bleiben flach am Boden liegen. Schwimmt es aber oben, dann ist das Ei rund zwei Monate alt, dann sollte man es nicht mehr verzehren

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 28. März 2018 | 06:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. März 2018, 14:49 Uhr

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