No Angels drehen neues Musikvideo zum Jubiläum

Nach ihrer Trennung vor rund sechs Jahren treffen die No Angels zum Dreh eines neuen Musikvideos jetzt wieder aufeinander. Das und mehr haben sie in der MDR JUMP Morningshow erzählt.

No Angels, vl. Sandy Moelling, Nadja Benaissa, Jessica Wahls und Lucy Diakowska, 2009
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Gut zwanzig Jahre ist es her, dass die No Angels gegründet wurden. Mit Hits wie „Daylight“ oder „There Must Be An Angel“ eroberten sie die deutschen Charts im Sturm und prägten eine ganze Generation. Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Vanessa Petruo und Jessica Wahls trennten sich 2003 – vier Jahre später starteten sie ohne Petruo ein Comeback, bis sie sich dann 2014 auflösten. Doch nun kommt Deutschlands bekannteste Girl-Band wieder zusammen. Im MDR JUMP-Interview erzählt Jessica:

Jessica Wahls
Bildrechte: MDR JUMP

Wir werden uns in den nächsten Tagen zum ersten Mal wiedersehen, zu viert. Das wird ganz aufregend. Wir sind jetzt alle in Deutschland. Lucy und Sandy noch in Quarantäne, damit alles Corona-konform ist. Denn wir werden uns garantiert in die Arme nehmen, anders geht es gar nicht nach einer so langen Zeit. Das ist alles so aufregend.

Der Plan ist es, ein komplett neues Musikvideo zu „Daylight“ zu drehen. Ob die Fans noch mehr erwarten können, bleibt erst mal nur zu hoffen:

"Die Musik der No Angels hat viele Menschen bewegt, nicht nur „Daylight“. Wir können noch nicht sagen, was jetzt noch passiert. Erst mal sind wir hier, erstmal müssen wir uns wiedersehen und fühlen, wie das ist, nachdem wir monatelang nur über Zoom Kontakt hatten. Wir drehen jetzt erst mal ein Video für Daylight und ich glaube, dann werden wir uns hinsetzen und schauen, ob und wie die Reise weitergeht“, erzählt Lucy.

Jetzt wieder da

Seit der Trennung gingen die Mitglieder ihre eigenen Wege. Während sich Vanessa Petruo komplett aus der Öffentlichkeit zurückzog, haben andere die Musikbranche nie ganz verlassen: Jessica Wahls arbeitet beispielsweise in der MDR JUMP Musikredaktion, führt Interviews mit Künstlern und schreibt Artikel dazu.

Lucy Diakovska mi8t einem Mikrofon.
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Zuletzt tauchten die Hits der Band dann plötzlich bei diversen Streaming-Plattformen auf. Auf einmal waren die No Angels wieder in aller Munde: Auf TikTok oder Instagram sangen und tanzten die Menschen zum Beispiel zu „Daylight“. Beim Streaminganbieter Spotify wurde dieser Song mittlerweile über zwei Millionen Mal angehört.

Die Veröffentlichungen kamen aber auch für die Mitglieder der Band überraschend: "Wir haben auf einmal eine Mail gekriegt von der Plattenfirma BMG. Die haben dann gesagt 'Herzlich willkommen im Team, alle eure Songs gibt es jetzt auf Streaming-Portalen'", erzählt Jessica Wahls. Die Bertelsmann-Music-Group (BMG) hatte zuvor zahlreiche Hits aus den 2000ern aufgekauft.

„Daylight“ als Lyric-Video

Jessica und Co. gründeten daraufhin einen Instagram-Account, auf dem immer wieder Rückblicke und Fan-Videos gepostet wurden. Zum zwanzigjährigen Jubiläum des Songs "Daylight" wollten die Musikerinnen laut Jessica eigentlich ein kleines zusammengeschnittenes Video für ihre Anhänger posten – durch die neugewonnene Aufmerksamkeit überlegten sie sich das dann noch einmal anders.

v.l.n.r.: Jessica Wahls, Sandy Mölling, Lucy Diakovska, Vanessa Petruo und Nadja Benaissa in Abendkleidern.
Bildrechte: imago images / Scherf

"Lucy ist dann auf den Produzenten Christian Geller zugegangen, der hat auch schon beim ersten Album mitgearbeitet. Der hatte ein super Konzept und dann haben wir "Daylight" noch mal neu aufgenommen“, erzählt uns Jessica. Einfach war das nicht: die Mitglieder der Band wohnen nicht alle in Deutschland, außerdem war ein Wiedersehen durch Corona nicht wirklich möglich. Doch dieser Song konnte sie alle miteinander verbinden: "Vier Mädels in drei Ländern auf zwei Kontinenten und dieser eine Song, das war wirklich verrückt“, so Lucy im Gespräch mit uns.

Es bleibt also spannend

Der fünfte „Engel“ Vannesa Petruo war bei diesen Vorbereitungen nicht dabei, sie zog sich bereits vor einer Weile aus der Öffentlichkeit zurück. Ihre Entscheidung, nicht wieder zurück ins Rampenlicht zu gehen, sei aber kein Problem für die restlichen No Angels. "Das ist keine Andeutung dafür, dass es ein Problem gegeben hat oder sie die gemeinsame Zeit nicht wertgeschätzt", sagt Jessica. Das neue Musikvideo wird also nur zu viert gedreht. Dafür hat die Band fleißig geprobt, erzählt Jessica:

Wir üben derzeit – auch wegen Corona - über die Videochatplattform Zoom mit unserem Choreografen. Das ist sehr witzig, weil es alles ein bisschen zeitversetzt ist. Ich mache meine Bewegung zu Ende und dann sehe ich, wie die anderen fertig werden.

Schließlich brauche man wieder die nötige Kondition. Aber das kann Deutschlands bekannteste Girlband nicht stoppen. "Wir sind die No Angels - bekannt für Performances“, stellt Lucy zum Schluss unseres Interviews noch einmal fest.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 12. Februar 2021 | 07:10 Uhr

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