Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist tot.
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Reaktionen zum Tod von Niki Lauda

21.05.2019 | 09:46 Uhr

Niki Lauda ist tot. Die Formel-1-Legende ist im Alter von 70 Jahren friedlich eingeschlafen, sagte sein Arzt. Bekannt wurde der Rennfahrer 1976, als er nach einem schweren Unfall schnell wieder zurück zum Sport fand. Legendär sind auch seine Sprüche, die er bis zuletzt als Experte in der Formel 1 zum Besten gab. Die Sportwelt trauert um einen der ganz Großen.

Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist tot.
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Die rote Kappe war sein Markenzeichen: Rennsport-Legende Niki Lauda ist tot. Er starb am 20. Mai 2019 im Alter von 70 Jahren im Kreis seiner Familie.

Die Sportwelt trauert nach diesem überraschenden Tod. Laudas ehemaliger Rennstall Ferrari twittert "Du wirst für immer in unseren Herzen und in denen der Fans bleiben. #CiaoNiki" und auch Kollegen wie der ehemalige Ferrari-Pilot Rubens Barrichello oder die beiden Formel 1-Kommentatoren Kai Ebel und Florian König zeigen ihre Trauer im Netz.

Andreas Nikolaus Lauda, wie "Niki" mit bürgerlichem Namen hieß, war nicht nur durch seine Erfolge in der Formel 1 bekannt. Auch seine Interviews und markigen Sprüche sind unvergessen.

Niki Lauda vor seinem schweren Rennunfall,  undatierte Aufnahme ca. Anfang 1976,
Niki Lauda vor seinem schweren Rennunfall. Bildrechte: imago images / Sven Simon

Legendär wurde der dreimalige Formel-1-Weltmeister durch seinen verheerenden Unfall am Nürburgring 1976, bei dem er sich schwere Verbrennungen zuzog. Kein Grund für eine lange Pause - nur 42 Tage nachdem er fast in seinem Ferrari verbrannt war, saß er wieder im Rennauto. Nach nur zwei Rennen Pause fuhr Lauda in Monza weiter um den WM-Titel - obwohl die Verbrennungen noch nicht vollständig verheilt waren, der Druck im Cockpit beim Rennen die Wunden wieder aufriss.

Für den Sieg sein Leben aufs Spiel zu setzen, war aber nicht seine Art. Das letzte Rennen der Saison brach er in Japan bei strömenden Regen nach nur wenigen Metern ab - er sei kein Selbstmörder.

Rennfahrer sind egozentrische Schweine, die alles versuchen, um zu gewinnen.

Ein anderes Rennen brach er ab, weil er "keine Lust mehr hatte, im Kreis zu fahren". Und trotzdem fand Lauda immer wieder zur Formel 1, der "zweitschönsten Sache der Welt" zurück.

Auch nach seiner aktiven Zeit als Rennfahrer kann der Österreicher der Formel-1 nicht den Rücken kehren. Jahrelang sitzt er in der Chefetage großer Rennställe, ist über 20 Jahre lang der Experte, wenn es um Rennsport geht. So sieht Lauda auch die Veränderungen in seinem Sport.

Hätte ich heute einen Unfall wie 1976 am Nürburgring, würde wahrscheinlich überhaupt nichts passieren, der Wagen würde nicht einmal Feuer fangen und ich bliebe völlig unverletzt.

Auf dem Bild ist Niki Lauda in Nahaufnahme zu sehen, in einem Kasten darunter steht das Zitat: "Der Mensch ist bereit, alles zuzugeben. Nur nicht, dass er ein schlechter Autofahrer ist."
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Und einfacher scheint der Sport auch geworden zu sein:

Aber ich habe immer gesagt, ein Affe kann mit den heutigen Formel-1-Autos fahren - also auch ich.

Auf die Rennstrecke wollte Lauda 2019 nicht mehr zurückkehren, zumindest aber ein paar Rennen besuchen. Nach einer Lungentransplantation im Sommer vergangenen Jahres hielt sein Arzt zu Laudas 70. Geburtstag im Februar noch für realistisch. Immer wieder machte sich der Unfall von 1976 bemerkbar, bei dem der Rennfahrer sich nicht nur Vebrennungen zugezogen hatte, sondern auch seine Lunge veräzt wurde.

Es ist nicht einfach, perfekt zu sein, aber irgendeiner muss es sein.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 21. Mai 2019 | 11:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2019, 10:03 Uhr

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