Nico Santos nimmt keine Drogen dank Papa

MDR JUMP Musikredakteur Felix Heklau
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Jede Woche führe ich ein neues Videotelefonat mit einem Promi, aber mit Nico Santos war es wie verhext. Die Leitung ist mehrfach zusammengebrochen. Für unser Gespräch haben wir drei Anläufe gebraucht. Lustig und spannend war es trotzdem. Zum Beispiel als Nico von den Drogenexzessen seines Vaters, dem Melitta-Mann aus der Werbung, erzählt hat.

Nico Santos im MDR JUMP Interview 23 min
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MDR JUMP Mi 20.05.2020 18:00Uhr 23:18 min

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Auf seinem zweiten, selbstbetiteltem Album zieht Nico Santos alle Popregister. Zwischen spanischem Urlaubsfeeling, 80s-Disco und Piano-Ballade ist alles dabei. Thematisch verarbeitet Nico vorrangig die Trennung von seiner langjährigen Freundin. Noch emotionaler ist nur der Song „Walk In Your Shoes“ für seinen besten Freund, der mit 15 bei einem Autounfall ums Leben kam.

Tatsächlich bekam er von dessen Eltern die Schuhe seines Kumpels geschenkt. Die beiden hatten aber auch zusammen Musik gemacht. Auch in dieser Hinsicht läuft Nico heute in den Schuhen seines Freundes weiter. Am diesjährigen Geburtstag des Verstorbenen hat er den Eltern und Brüdern das Lied zum ersten Mal vorgespielt. „Das war auf jeden Fall sehr sehr schön. Die waren sehr happy.“, erinnert sich Nico.

Die Familie ist auch ein ganz wichtiges Thema auf Nico Santos’ neuem Album. Eine Songmelodie ist dem Schlaflied seiner Mutter entlehnt. Ursprünglich hieß es da: „Kleiner, kleiner Nico-Bär, du bist ja schon ganz müde.“ Heute singt er auf dieser Melodie über die letzte Woche mit seiner Ex. Sein Vater Egon Wellenbrink, besser als Melitta-Mann bekannt, spielt zudem Saxofon auf dem Song „Changed“. Das hat er bei sich im Wohnzimmer eingespielt und es war gar nicht so leicht eine Aufnahme hinzubekommen, auf der der Hund nicht mitjault. Einen Mitschnitt davon gibt es im Video zu sehen (Danke an Nico für’s Bereitstellen!).

Nicos Vater war in den 60ern und 70ern Jazz- und Rockmusiker und hat sogar in der Liveband von Roy Black mitgewirkt. In dieser Zeit standen auch Drogen auf der Tagesordnung. Damit der Sohnemann nicht denselben Mist baut, hat Nico so ziemlich jede Eskapade erzählt bekommen. Mit Erfolg: „Ich habe noch nie Drogen probiert. Das war einfach nur, weil Papa immer gesagt hat, dass er nie Sachen zu Ende bekommen hat, weil er zu viel gezogen hat.“

Nicos Familie wohnt auf Mallorca und darf von ihm wegen der Corona-Pandemie vorerst nicht besucht werden. „Ich habe die jetzt seit Ende Januar nicht gesehen. Da ist es natürlich wirklich richtig krass. Da regiert das Militär quasi die Straßen.“, erläutert Nico die Situation. Im Interview verrät er dann, wie er seiner Mama trotzdem einen Strauß zum Muttertag besorgt hat.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 25. Mai 2020 | 22:20 Uhr

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