Zwei braune Großumschläge werden in einen gelben Briefkasten gesteckt.
Bildrechte: IMAGO

Ab geht die Post Verbraucherzentrale startet neues Post-Beschwerdeportal

Sie kommen zu spät an, sind beschädigt oder gar nicht mehr auffindbar: Wenn wir auf ein Paket warten, kann viel schief gehen. Aber auch Briefe kommen nicht immer pünktlich und ganz an. Deshalb hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ein neues Beschwerdeportal eröffnet: post-aerger.de.

Zwei braune Großumschläge werden in einen gelben Briefkasten gesteckt.
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Das Portal

Unter der Adresse "post-aerger.de" ist das neue Portal zu erreichen. Und wie der Name schon sagt, kannst du dort deinen Ärger über die Postzusteller loswerden. Denn ähnlich wie bei den Paketen, kommen auch Briefe oft gar nicht oder viel zu spät an. Und das kann beispielsweise bei Kündigungen rechtliche Konsequenzen für den Absender haben.

Das Portal wird sich an Verbraucher richten, die Probleme haben mit Briefsendungen, die nachvollziehbar sind: also Einschreiben oder Wertbriefe oder andere Briefsendungen wie Expressbriefe.

Screenshot von der Webseite post-aerger.de
So sieht "post-aerger.de" aus. Bildrechte: post-aerger.de


So erklärt Julian Graf von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen das neue Portal. Die Verbraucherzentrale hat die Webseite zusammen mit dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz ins Leben gerufen. Dabei geht es in erster Linie um das Sammeln der Beschwerden:

Die Beschwerden über diese Briefsendungen werden wir dann analysieren und werden ausgewählte Fälle an die Briefdienstleister weiterleiten und die können dann dazu Stellung nehmen.

Ausgewählte Fälle werden dann auch anonymisiert auf der Webseite veröffentlicht.

Der Vorgänger "paket-aerger.de"

Damit hat die Webseite ähnliche Aufgaben wie der Vorgänger "paket-aerger.de". Diese Webseite war ebenfalls dafür da, den Ärger der Kunden zu bündeln und zu analysieren.

"Post-Ärger" wie auch Paket-Ärger dient dazu, den Briefmarkt zu analysieren, zu sehen, wo hakt es, wo liegen die Probleme und daraus dann entweder politische Forderungen abzuleiten oder gegebenenfalls auch rechtliche Schritte einzuleiten.

Allerdings hat Paket-Ärger die Anliegen der Kunden an die Dienstleister weitergeleitet, das soll Post-Ärger nur noch in Einzelfällen. Direkte Hilfe können die Kunden dort eher nicht erwarten. Vielmehr dient "Post-Ärger" als Anlaufstelle und Informationsdienst. Aber nicht nur Probleme mit Briefen kannst du auf der Webseite ansprechen, deinen Paketärger darfst du auch weiterhin dort "abladen".

Hilfe für Betroffene

Wer auf der Suche nach einem verlorenen Brief ist, sollte sich an den Briefdienstleister wenden. Im Zweifel kann auch die Bundesnetzagentur helfen. Bei Paketen käme es laut Graf darauf an, ob man selbst Absender oder Empfänger sei. Auch da solle man sich an den Paketdienstleister und gegebenenfalls an den Absender wenden. Können beide nicht helfen, kann die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur helfen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Vormittag | 07. Dezember 2017 | 10:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Dezember 2017, 10:18 Uhr