Neuer Personalausweis in diesem Jahr spart bares Geld

Der Personalausweis wird im kommenden Jahr deutlich teurer. Wer kurz vor einem Wechsel steht, sollte möglichst noch in diesem Jahr einen neuen beantragen.

Am 1. November 2010 wurde der neue Personalausweis eingefuehrt
Bildrechte: imago images / photothek

Die Bundesregierung hat eine Umstellung bei den Kosten des Personalausweises beschlossen. Damit wird der Perso im kommenden Jahr 37 Euro kosten statt der bisherigen 28,80 Euro. Die Kosten steigen somit um fast 30 Prozent. Die neue Vorschrift trifft auf Bürgerinnen und Bürger zu, die mindestens 24 Jahre alt sind. Grund der steigenden Gebühr sind die höheren Verwaltungskosten.


Wenn der eigene Personalausweis also kurz vor dem Ablauf steht, könnte die Beantragung eines neuen sinnvoll sein. Dieser ist dann wieder 10 Jahre lang gültig. Auch auf dem offiziellen Personalausweisportal des Bundesinnenministeriums wird auf einen möglichen Tausch hingewiesen:

Alle alten Personalausweise behalten ihre Gültigkeit bis zu ihrem Ablaufdatum. Ein vorzeitiger Umtausch ist jedoch jederzeit möglich.

Die Änderung der PIN für den Personalausweis und der Online-Funktion wird dafür künftig kostenlos sein. Neben den Kosten wird sich in den kommenden Jahren noch einiges bei den Personalausweisen verändern.

Mehr Sicherheit bei künftigen Personalausweisen

Finger auf deutschem Personalausweis mit EU-Fahne, Datenchip und Fingerabdruck
Bildrechte: imago images / Christian Ohde

Ab August 2021 müssen neu ausgestellte Personalausweise einen Chip mit zwei Fingerabdrücken des Inhabers enthalten. Diese Vorschrift ist EU-weit geregelt und war im Laufe des Jahres durch Bundestag und Bundesrat gebilligt worden.

Ab Mai 2025 werden die Vorgaben zur Erstellung eines neuen Personalausweises noch weiter verschärft. Dann dürfen Passbilder nur noch digital erstellt werden. Auch die Übermittlung der Bilder muss auf einem sicheren Weg zur Behörde passieren. Selbst mitgebrachte Bilder oder Fotos aus dem Automaten gehören dann der Vergangenheit an. Ziel ist es, künstliche Bilder, zu verhindern. Diese Art der Manipulation wird auch Morphing genannt.

Was passiert beim Morphing?

Beim Morphing werden Fotos von zwei Personen mit Computerprogrammen übereinandergelegt. Der Trick dabei ist, dass eine Person entsteht, die Gesichtszüge von zwei Personen hat. Dadurch könnten beide Personen den Personalausweis verwenden. Um das zu verhindern, sollen Fotografen die Bilder gesichert übermitteln oder Beamte der zuständigen Behörde selbst die Fotos anfertigen.

Kinderreisepässe laufen schneller ab

Kinderreisepässe sind bisher sechs Jahre lang gültig. Auch das ändert sich künftig. Das Ausweisdokument für Kinder ist künftig nur noch ein Jahr lang gültig und kann mehrmals um ein Jahr verlängert werden. Alternativ kann aber auch ein biometrietauglicher Pass beantragt werden. Durch das besonders aufgenommene Foto erhält der Pass eine Gültigkeit von sechs Jahren.

Änderungen bei Geschlechterzuordnungen in Pässen

Bei Reisepässen steht künftig eine Änderung bei den Geschlechterzuordnungen an. Neben männlich (M) und weiblich (F) wird eine weitere Kategorie (X) eingeführt. Wer sich bisher als divers oder ohne Geschlecht bei den Behörden registriert hat, soll diese Angabe auch weiterhin nutzen können. Diese Regelung soll zeitnah umgesetzt werden. Ein genaues Datum steht noch aus.

Aktuelle Themen von MDR JUMP