ICE4 in Frankfurt am Main.
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Neu ab Dezember 2019 Winterfahrplan, Lebensmittel-Kontrollen und ein Verbot bei Whatsapp

Auch der Dezember bringt einige Änderungen, vor allem den Winterfahrplan und neue Regeln für die Lebensmittelkontrolle. Beide treten in der Mitte des Monats in Kraft. Vorher stoppt Whatsapp seinen Newsletter-Versand.

ICE4 in Frankfurt am Main.
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Mehr Züge und engere Takte im Winterfahrplan

Mit dem Inkrafttreten des Winterfahrplans am 15. Dezember bringt die Deutsche Bahn mehr und modernere Züge auf die Schiene. Gleichzeitig wird die Taktung auf einigen Hauptverbindungen erhöht. So fahren auf den Strecken Berlin–Erfurt–München und Berlin–Braunschweig–Frankfurt/Main die Züge dann zwischen 6 und 21 Uhr in einem lückenlosen Stundentakt. Auf der stark frequentierten Verbindung von Hamburg ins Ruhrgebiet wird der Zugverkehr um 15 Prozent gesteigert, insbesondere durch den Einsatz von Verstärker­- und Sprinterzügen. Eine Steigerung um zehn Prozent gibt es auf der Schnellfahrstrecke Berlin–München und ebenso auf der Verbindung Hamburg–Köln.

Vorerst keine billigeren Bahntickets

Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn.
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Eigentlich sollten mit der geplanten Absenkung der Mehrwertsteuer für Bahntickets im Fernverkehr mit Beginn des Winterfahrplans auch die Preise für Fernverbindungen um zehn Prozent sinken. Nachdem der Bundesrat aber am 29.November 2019 Teile des Klimapakets gekippt hat, wird die Mehrwertsteuer nun vorerst doch nicht gesenkt. Die Deutsche Bahn AG rechnet aber nur mit einer kurzzeitigen Verschiebung. "Sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen geklärt sind, setzen wir diese schnellstmöglich um. Wir werden die Reduzierung der Mehrwertsteuer eins zu eins an unsere Kunden weitergeben. Die Preise für Tickets im Fernverkehr werden um rund zehn Prozent fallen. Wenn die politischen Entscheidungen hierfür bis kurz vor Weihnachten fallen, können wir das zum 1. Januar 2020 umsetzen", sagte ein Bahnsprecher dem MDR.

Neue Regeln für Lebens- und Futtermittelkontrollen

Kühe stehen auf einem Bauernhof im Stall
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Am 14. Dezember tritt die EU-Kontroll-Verordnung in Kraft, die amtliche Kontrollen von Lebensmitteln und Futtermitteln neu und strenger regelt. So sollen Kontrollen in Zukunft eine weitgehend lückenlose Kontrolle der Lebensmittelversorgungskette vom Acker oder Stall bis zum Verzehr gewährleisten. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Schutz vor Lebensmittelkriminalität. Kontrollen sollen Verbraucherinnen und Verbraucher stärker als bisher vor minderwertigen oder verfälschten Nahrungsmitteln schützen und illegalen Praktiken auf die Spur kommen. Geschützt werden sollen auch sogenannte Whistleblower, die auf Missstände in Unternehmen hinweisen. Auch der Tierschutz und die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten sollen mit der neuen Verordnung verbessert werden. Gleichzeitig werden bestehende Rechtsvorschriften harmonisiert und erweitert.

Facebook verbietet Whatsapp-Newsletter

Whatsapp-Symbol auf einen Smartphone.
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Vom 7. Dezember an dürfen über Whatsapp keine regelmäßigen Newsletter mehr versendet werden. Mutterkonzern Facebook will nach eigenen Angaben mit diesem Schritt die Verbreitung von Spam und Fake News eindämmen. Whatsapp-Newsletter konnten bislang über die Funktion "Broadcast Listen" an bis zu 256 Personen pro Liste gesendet werden. Wer diese Funktion weiterhin für den Versand von Massennachrichten verwendet, muss vom 7. Dezember ab mit rechtlichen Schritten seitens Facebook rechnen.

Unternehmen und Institutionen, die bislang ihre Newsletter über Whatsapp verbreitet haben, können nun auf Alternativen wie den Facebook Messenger, Telegram oder Apples iMessage umsteigen – oder ihre Nachrichten in eigenen Apps über die Push-Funktion verbreiten.

Dieses Thema im Programm MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 01. Dezember 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. November 2019, 15:22 Uhr

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