Autobahn
Bildrechte: imago images / Frank Sorge

Die größten Nervfaktoren auf der Autobahn

17.06.2019 | 13:00 Uhr

Jeder kennt sie: Mittelspurschleicher, Ständigbremser oder diese Leute, die das Reißverschlussverfahren einfach nicht auf die Reihe kriegen. Aber warum nerven sie und was steckt hinter ihrem Verhalten?

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Sie fahren in der Mitte, sind eigentlich viel zu langsam dafür und bremsen andere aus:

Mittelspurschleicher

Diese Spezies gehört eindeutig zu den nervigsten auf der Autobahn. Fahrer, die auf der mittleren Spur unterwegs sind, obwohl sie nicht schneller als die Autos auf der rechten Spur fahren. Das nervt und behindert den Verkehr. Aber warum machen die das nur? ADAC-Sprecher Johannes Boos meint, das liegt daran, dass es den Fahrern ein Gefühl der Sicherheit gibt.

Die sind dann nicht rechts, bei den schweren, großen Brummis und auch nicht ganz links, bei den schnellen Autos.

Grundsätzlich gilt auf der Autobahn das Rechtsfahrgebot. Allerdings gibt es auch eine Ausnahme: Auf der Autobahn muss man nach einem Überholvorgang nicht gleich wieder auf die rechte Spur wechseln, wenn man in absehbarer Zeit noch ein Auto überholen kann. Damit sollen gefährliche Spurwechsel vermieden werden. Wenn allerdings rechts alles frei ist, muss man auch rechts fahren.

Leute, die das Reißverschlussverfahren nicht hinkriegen

Eigentlich ist das Reißverschlussverfahren ganz einfach. Wenn eine Fahrspur zu Ende geht, müssen sich die Autos an der Stelle abwechselnd einordnen. Trotzdem wollen sich manche Autofahrer schon 500 Meter vorher einordnen. Andere lassen dann wiederum niemanden einfädeln.

So entstehen Situationen, in denen Autofahrer wieder abbremsen müssen. Das schaukelt sich dann nach hinten auf und führt zu Stau, sagt ADAC-Sprecher Boos.

Im Sinne eines flüssigen Verkehrs müssen wir alle daran arbeiten, dass der Reißverschluss auch funktioniert.

Ständiges Abbremsen

Manche Autofahrer bremsen ständig ein bisschen ab. Das irritiert und ist oft auch nicht ganz nachvollziehbar. ADAC-Sprecher Boos meint, dass das verschiedene Ursachen haben kann. Meist seien die Autofahrer einfach nur kurz abgelenkt, weil sie für eine Sekunde woanders hinschauen oder was trinken.

Aber auch im Urlaubsverkehr kennt man das Phänomen, erzählt Boos.

Da sieht man dann zum ersten Mal die Ostsee und denkt sich 'Wow, wie schön!' und tritt auf die Bremse, damit man das natürlich auch sieht. Und prompt landet man im Stau, weil sich so ein Abbremsmanöver nach hinten aufschaukelt.

Deshalb, lieber rechts ranfahren oder einen Fotostop einplanen.

Der größte Nervfaktor: Stress

Am meisten nervt, zu wenig Zeit zu haben. Wer schnell zur Arbeit muss oder zu wenig Zeit für die Fahrt in den Urlaub eingeplant hat, der wird schnell gestresst. Unter Zeitdruck ist man zum Beispiel weniger geneigt, die Fahrfehler anderer Verkehrsteilnehmer abzufedern, erklärt Johannes Boos.

Unter Stress fährt man aggressiver und wo Aggressivität im Straßenverkehr vorherrscht, da wird es natürlich gefährlich.

ADAC-Sprecher Boos hat deshalb einen Tipp: Genug Zeit einplanen und sich hin und wieder auch mal eine Fahrpause gönnen. So bleibt man frisch im Kopf und kommt entspannt und sicher ans Ziel.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP - Die Feierabendshow | 17. Juni 2019 | 15:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Juni 2019, 13:02 Uhr

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