Silvester-Müll
Bildrechte: IMAGO

Leere Böller & Flaschen Der Silvestermüll muss weggeräumt werden

Zu Silvester konnten wir uns wieder an funkelndem Feuerwerk erfreuen. Doch am nächsten Morgen ist beim Blick auf die Straßen die Freude über den bunten Himmel wieder vorbei: Überall liegen großen Haufen zerborstener Böller und leerer Silvesterraketen. Aber wer muss das eigentlich wieder sauber machen?

Silvester-Müll
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Viele Menschen lassen ihren Silvestermüll einfach auf der Straße liegen. Ganz selbstverständlich, weil sie davon ausgehen, dass die Stadtreinigung ihn wieder beseitigt. Aber ist das richtig so? Rechtsanwalt Thomas Kinschewski aus Dresden erklärt, wer den Dreck weg machen muss:

Wer dreckig macht, macht sauber - ganz einfache Regel. Vor meiner Haustür muss ich selber kehren. Häufig stellen die Leute ihre Knaller auf die Straße und verlassen sich dann drauf, dass die Gemeinde das wegräumt. Das ist nicht so, und wenn es drauf ankommt, kann man zur Kasse gebeten werden.

Hinzu kommt, dass es nicht reicht, den Müll erst nach dem Ausschlafen am Neujahrsmorgen zu beseitigen.

Es gilt das Unverzüglichkeitsgebot. Reinigungsarbeiten, wie zum Beispiel die Straßenreinigung, müssen so schnell wie möglich gemacht werden. Auch um zu verhindern, dass sich andere Anwohner beschweren oder Kinder drüberfahren und hinfallen.

Neben dem ganzen Knaller- und Böllermüll stehen auf der Straße auch viele leere Flaschen. Was passiert, wenn die kaputt gehen und sich dann jemand an dem Glas verletzt?

Hier gilt im Zweifel das Verursacherprinzip. Das heißt: Ich stelle eine Flasche auf die Straße und wenn dann da jemand drüber stolpert oder ein Auto drüber fährt, bin ich für den Schaden verantwortlich. Also, wenn das Kind sich verletzt, muss ich das bezahlen und wenn ein Reifen kaputt geht, bin ich dafür verantwortlich.

Am besten ist es also, jeder nimmt seinen Dreck immer gleich selbst wieder mit. So kann sich niemand an dem Müll verletzen und nichts geht kaputt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 02. Januar 2018 | 18:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Januar 2018, 13:13 Uhr

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