Milow: „Vielleicht liegt es in meiner DNA, dass ich nicht sehr alt werde!“

Milows neue Single „Whatever It Takes“ ist eine Hymne auf die Liebe und das Leben. Er selbst hatte mehrere Nahtod-Erfahrungen. Obwohl ihm bisher nie ernsthaft etwas passiert ist, glaubt er trotzdem, dass ihm der frühe Tod möglicherweise in den Genen liegt…

Milow im Homeoffice-Talk mit MDR JUMP Redakteur Felix Heklau 30 min
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MDR JUMP Mo 03.08.2020 11:17Uhr 29:42 min

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Der belgische Popstar Milow hat den Lockdown in seinem Zweitwohnsitz in Los Angeles verbracht. Mittlerweile ist er wieder in seiner Heimatstadt Antwerpen. Hier erreiche ich ihn auch gut gelaunt zum Videointelefonat. Es geht um seine neue Single „Whatever It Takes“, die wegen der Corona-Pandemie von ihm und seiner Band getrennt eingespielt wurde: in Berlin, Los Angeles und Antwerpen. Auch im Video konnte Milow nicht mitspielen. Stattdessen hat er sich eine gelbe Milow-Puppe bauen lassen. „Wir haben einen Mann in Bayern gefunden. Schneider ist sein Name, denke ich. Und der macht die Puppen für die Sesamstraße.“, erklärt der 39-Jährige. Tatsächlich könnte die Puppe im Video mit Ernie und Bert verwandt sein.

Der Vorteil an diesem Video war, dass sich Milow diesmal nicht in Gefahr bringen musste. Für sein erstes großes Musikvideo „Ayo Technology“ ließ er sich 2009 mit Honig bekippen und wäre daran fast erstickt. „Die nächsten Wochen habe ich noch immer nach Honig gerochen. Der war noch immer auf meiner Haut. Ich habe fünf Mal geduscht, aber es hat trotzdem sehr lange gedauert.“, erinnert der Sänger lachend. Beim nächsten Videodreh in Island kam Milow dann in einen Schneesturm und überschlug sich mehrfach mit dem Auto. Auf der folgenden Tour ging der Bandbus mitten in der Nacht in Flammen auf, während Milow und seine Musiker darin schliefen. Jedes Mal kam er mit einem Schock davon. 

Trotzdem hat Milow Zweifel daran, dass er sehr alt wird. Sein Großvater und sein Vater sind beide mit Mitte 50 an einer Herzattacke gestorben. „Vielleicht liegt es in meiner DNA, dass ich nicht sehr alt werde!“, sagt mir Milow ganz ruhig und abgeklärt. Er versuche dennoch, gesünder, achtsamer und spontaner als seine Vorfahren zu leben: „Ich habe keine Langzeitpläne. Alle meine Pläne sind für morgen, nächste Woche oder nächsten Monat.“

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