Rot und leuchtend: Mars ist gerade am Nachthimmel besonders gut sichtbar

Die Sonne geht unter, der Mars auf: Der rote Planet ist auf seiner Umlaufbahn gerade sehr nahe an der Erde und ist damit vergleichsweise groß und hell.

Spektakulär: Leuchtturm und Milchstraße in der Nacht
Auf diesem spektakulären Foto von der Milchstraße über einem Leuchtturm ist er noch nicht zu sehen: Der Mars Bildrechte: imago images / Imaginechina-Tuchong

Auch im kalten Herbst kann es sich lohnen, am Abend nochmal nach draußen zu gehen. Zumindest dann, wenn sich keine Regenwolken über den Himmel geschoben haben: In diesen Tagen erscheint der Mars heller und größer als sonst.

Ganz besondere Planetenkonstellation

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag steht die Erde genau zwischen Mars und Sonne. Damit befinden sich Sonne und der rote Planet in "Opposition", so der Fachausdruck der Astronomen. Das heißt: Geht die Sonne unter, geht der Mars auf. Sabine Frank vom Sternenpark Rhön sagte MDR JUMP:

Schon kurz nach Sonnenuntergang sieht man am Horizont im Osten so einen wirklich leuchtenden roten Punkt. Das ist der Mars. So gut werden wir ihn die nächsten Jahre wohl nicht zu sehen bekommen.

Zum einen ist der Mars auf seiner elliptischen Bahn um die Sonne sehr nah an der Erde. So nah wie jetzt wird er uns laut Fachmagazin "Sky & Telescope" erst 2035 wieder sein. Zudem seht die Erde nur alle 26 Monate genau zwischen Mars und Sonne. Da passt aktuell also alles. Nach dem Untergang der Sonne erscheint der Rote Planet am Osthimmel, um Mitternacht sieht man ihn hoch am Südhimmel und am Morgenhimmel geht er im Westen unter.

Wenn man denn etwas nach rechts schaut, Richtung Südwesten, dann sieht man noch zwei nicht blinkende Punkte. Das sind Jupiter und Saturn. Also dieses Jahr ist wirklich ein Planetenjahr.

In Sternenpark Rhön lässt sich der Himmel besonders gut beobachten, weil die Gemeinden in dem Gebiet die Lichtverschmutzung so weit wie möglich reduzieren. Gleich in der Nähe, in Eichstätt, entstand dieser spektakuläre Schnappschuss von Twitter-Nutzer Tortoc, den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in seinem Twitterkanal zeigt.

Auf klare Sicht macht der Deutsche Wetterdienst allerdings wenig Hoffnung. Vom Südwesten bis in den Nordosten wird es der Vorhersage zufolge in der Nacht ein Regenband mit Wolken geben. Mars-Sucher können also nur rausgehen und ihr Glück versuchen.

Mit Material von dpa.

Dieses Thema im Programm DIE MDR JUMP MORNINGSHOW | 13. Oktober 2020 | 07:50 Uhr

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