Lkw-Fahrer setzt zu viel Hoffnung in Navi und hinterlässt Chaos

Dass auf Technik nicht immer Verlass ist, wissen wir mittlerweile eigentlich alle. Ein Lkw-Fahrer sieht das offenbar anders und vertraut seinem Navigationsgerät blind. Das hatte am Wochenende verheerende Folgen.

Drei Männer bei der Bergung eines Lkw.
Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

"Biegen Sie rechts ab." sagt das Navi, aber rechts geht es gar nicht mehr weiter! Das kennt doch bestimmt nahezu jeder Autofahrer und Autofahrerin. Baustellen, Unfälle oder einfach nicht das neueste Update drauf - nicht allen Navigationsgeräten kann man einfach so vetrauen. Das ist nun auch dem Lkw-Fahrer klar, der am Wochenende auf dem Weg nach Bad Blankenburg war.

Eineinhalb Kilometer in zehn Stunden

Der Fahrer des mit 15 Tonnen Stahlseilen beladenen Lkw hat alle Zeichen ignoriert: Die massive Anstrengung, die es ihn kostete den Anweisungen des Navis zu folgen, die Schäden an seinem Fahrzeug, die Steine, darunter einen gut 500kg schweren Findling, die er gut 30 Meter mit sich riss. Anwohner berichteten, dass der Fahrer sich von nichts beirren ließ und seinen Weg in die weiter enger werdende Gasse fortsetzte. In rund 10 Stunden hatte er sich etwa eineinhalb Kilometer weit die Berggasse entlang in Richtung Bad Blankenburg vorgearbeitet. Schließlich musste er aufgeben. Auf Höhe der Kleingartenanlage blieb der Sattelzug auf dem unbefestigten Weg am Schwarza-Ufer stecken. Nach Angaben der Feuerwehr bestand keine Gefahr, dass die Schwarza verschmutzt werden könnte.

Schaden im Wert von 15.000 Euro

Im Laufe des gestrigen Tages gelang es nicht, den LKW zu bergen. Die für den heutigen Tag angesetzten Maßnahmen mit einem Aschleppunternehmen dauern gegenwärtig noch an. Der vermutete, bisherige Sachschaden dürfte sich auf etwa 15.000 Euro belaufen.

Mit Material von MDR Thüringen, Landespolizeiinspektion Saalfeld

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 09. August 2021 | 10:00 Uhr

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