"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" Die Geheimnisse hinter dem Wintermärchen

Für viele Menschen ist Weihnachten erst dann wirklich schön, wenn der Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" über den Bildschirm flimmert. Die Geschichte von Aschenbrödel, die von ihrer Stiefmutter drangsaliert wird und später ihren Prinzen findet, kennt jeder. Aber kennt ihr auch die Geheimnisse des Films? Wir haben ein paar kuriose Fakten rund um Aschenbrödel für euch!

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Bildrechte: DEFA Stiftung Josef Illik

Aschenbrödel ist einzigartig

Aschenbrödel ist einzigartig

Der Regisseur Václav Vorlíček hat fast 2.000 Frauen für die Rolle der Aschenbrödel gecastet, aber keine gefiel ihm richtig gut. Nach dem Casting kam ihm aber die rettende Idee. Er erinnerte sich an Libuše Šafránková, die er schon in einem anderen Film gesehen hatte und ernannte sie zu seinem Aschenbrödel.

Der Prinz und seine zwei Begleiter stellen das Aschenbrödel zur Rede, weil es dem Prinzen einen Schneeball an den Kopf geworfen hatte.
Bildrechte: MDR/DEGETO

Der Prinz war Zufall

Der Prinz war Zufall

Auch Pavel Trávníček kam durch einen Zufall zu seiner Prinzenrolle: Aschenbrödel-Regisseur Václav Vorlíček hat als Prüfer an der Filmfakultät der Akademie der musischen Künste in Prag hin und wieder auch Abschlussfilme angesehen. In einem davon spielte Pavel mit. So war der Prinz schnell gefunden.

König, Königin und Prinz
Bildrechte: MDR/DEGETO

König sucht Königin

König sucht Königin

Die DDR-Schauspiel-Legende Rolf Hoppe spielte 1973 den liebenswürdigen und fürsorglichen König. Er durfte sich die Schauspielerin der Königin selbst aussuchen und entschied sich für seine Kollegin Karin Lesch.

Aschenbrödel im festlichen Kleid mit Schleier vor den Augen hat den Prinz vollkommen verzaubert.
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Überraschungseffekt

Überraschungseffekt

Beliebt ist besonders die Szene, in der sich Kleinröschen den Prinzen beim Tanzen unter den Arm klemmt. Sie kam für Pavel völlig überraschend. Regisseur Václav und Schauspielerin Helena Růžičková hatten sich abgesprochen, aber der Prinz war nicht eingeweiht - und war dementsprechend erschrocken, als er plötzlich "abhob".

Schloss Moritzburg, mit zugefrorenem Teich, im Winter
Bildrechte: SCHLÖSSERLAND SACHSEN, Staatsbetrieb Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen

Winter- statt Sommermärchen

Winter- statt Sommermärchen

Eigentlich sollte das Märchen im Sommer spielen. Weil es aber Probleme mit dem Studio gab, wurde entschieden, den Dreh kurzerhand in den Winter zu verschieben. Denn die Deutsche Film AG (DEFA) wollte, dass auch im Winter genug Arbeit für alle da sei. Zum Glück für uns, so wurde der Märchenfilm für viele zu einem wichtigen Weihnachtsritual.

Aschenbrödel als Jäger verkleidet.
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Winter ohne Schnee

Winter ohne Schnee

Zu Beginn des Drehs lag noch kein Schnee. Kurzerhand wurde deshalb Fischmehl gestreut, das wie Schnee aussah. Wahrscheinlich aber viel schlimmer gerochen hat. Auch die Bäume rund um die sächsische Moritzburg wurden mit Kunstschnee beklebt, um eine schöne Winterlandschaft zu imitieren.

Als Jäger verkleidet, schießt Aschenbrödel (Libuse Safránková) mit dem Prinzen (Pavel Trávnícek, rechts) um die Wette.
Bildrechte: rbb/WDR/DRA

Kalte Füße und Erkältungsgefahr

Kalte Füße und Erkältungsgefahr

Märchenhaft sind die verschneiten Wälder Tschechiens in dem Film. Märchenhaft war es aber für die Darsteller ganz und gar nicht: Sie waren nur mit dünnen Strumpfhosen bekleidet.

Aschenbrödel-Ausstellung im Schloss Moritzburg - Szenenbild aus dem Film: Aschenbrödel und der Prinz, strahlend lächelnd
Bildrechte: SCHLÖSSERLAND SACHSEN, Staatsbetrieb Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen

Achtung, Verletzungsgefahr!

Achtung, Verletzungsgefahr!

Wäre Libuše während der Dreharbeiten gestürzt, wäre der ganze Dreh in Gefahr gewesen. Deshalb war besondere Vorsicht geboten: Sie durfte nie bergab reiten und wurde bei Sprüngen gedoubled.

Der Prinz (Pavel Trávnícek) passt Aschenbrödel (Libuse Safránková) den verlorenen Schuh an.
Bildrechte: HR/WDR/Degeto

Maul- und Klauenseuche brach aus

Maul- und Klauenseuche brach aus

Während der Dreharbeiten brach die Maul- und Klauenseuche aus, deshalb durften die Pferde nicht von den deutschen Drehorten zu den tschechischen Drehorten gebracht werden. In den Ländern spielten also unterschiedliche Pferde mit. Wer genau hinsieht, kann den Unterschied erkennen.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Bildrechte: DEFA Stiftung Josef Illik

Einmal selbst Aschenbrödel oder Prinz sein

Einmal selbst Aschenbrödel oder Prinz sein

Im sächsischen Schloss Moritzburg gibt es im Steinsaal die Möglichkeit selbst in die Rollen von Aschenbrödel und Co. zu schlüpfen. Dort könnt ihr euch die Kostüme überziehen. Es sind zwar nicht die Originalkostüme, aber sie sehen genauso schön aus.

Aschenbrödel-Termine im TV 2017
Bildrechte: MDR JUMP

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 18. November 2017 | 12:50 Uhr