Aggressive Krähen greifen Menschen in Mitteldeutschland an

Immer wieder greifen aggressive Krähen Menschen an. Die Stadt Dresden hat deshalb eine offizielle Warnung herausgegeben: „Vorsicht vor Krähenattacken“ heißt es. Dabei sind einige Menschen besonders gefährdet.

Eine Krähe sitzt auf Autodach und schaut auf die Scheibe.
Die sogenannten "Aggro-Krähen" können für Menschen zur Gefahr werden. Bildrechte: Imago/blickwinkel

„Zuletzt wurden zwei Angriffe von Krähen auf der Hauptstraße am Goldenen Reiter gemeldet“, schreibt die Stadt Dresden in ihrer Warnung. Grund genug, um vor den aggressiven Krähen zu warnen. Denn noch bis Ende Juni sollen sie für Menschen potenziell gefährlich sein.

Der Nachwuchs ist verantwortlich

Die Krähen befinden sich derzeit in der Brutphase. Nachdem die Kleinen geschlüpft sind, werden sie von den Eltern betreut, bis sie fliegen können. Menschen wirken auf die Krähen dabei schnell als Gefahr, sagt Marius Adrion, Vogelschutzexperte vom NABU:

Das kann die Krähe nicht wissen, dass wir keine Küken verspeisen. Wir sehen groß und gefährlich aus.

Marius Adrion, NABU

Und: „Es geht ja um das Leben des Kindes“, ergänzt Adrion.

Wie kann ich mich schützen?

Wenn eine Krähe angreift, sucht sie sich meist den höchsten Punkt des Gegners. „Wenn es schlecht läuft, kann das mit kleineren Wunden am Kopf enden“, sagt Marius Adrion weiter. Aber es gibt einen Tipp, wie wir das vermeiden können: „Indem man am besten wenigstens die Hand über den Kopf hält.“

Saatkrähe im Flug
Bildrechte: imago/blickwinkel

Diese Menschen werden besonders häufig angegriffen

Krähen reagieren auf einige Dinge besonders aggressiv. Dazu gehört es, wenn wir in ihrer Nähe joggen:

Vor allem, wenn man sich schnell bewegt, wird man von den Krähen als besonderes Risiko wahrgenommen.

Marius Adrion, NABU

Die Stadt Dresden schreibt zusätzlich, dass vor allem die Farbe Rot eine besondere Provokation für Kräheneltern darstelle. Also sollten vor allem Sportler auf Kleidung in dieser Farbe verzichten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 28. Mai 2020 | 11:45 Uhr

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