Ist deine Katze ein Psychopath? Mit diesem Test findest du es heraus!

Forscher haben einen Test entwickelt, um das manchmal eigenartige Verhalten unserer Katzen zu verstehen. So könnt ihr herausfinden, ob eure Katze vielleicht ein kleiner Psychopath oder einfach nur ein bisschen komisch ist.

Eine braun-graue Katze faucht.
Bildrechte: IMAGO / Westend61

Seid ihr euch manchmal nicht sicher, ob eure Katze einfach nur ein bisschen schlecht drauf oder schon psychologisch auffällig ist? Oder wollt ihr euren Stubentiger vielleicht einfach ein bisschen besser verstehen? Dann könnte dieser Persönlichkeitstest, der von Forschern aus Großbritannien entwickelt wurde, für euch gerade richtig sein.

Im Rahmen einer Studie haben Wissenschaftler von der Universität Liverpool und der Liverpool John Moores University mehrere tausend Katzen und ihr Verhalten untersucht. Dabei haben sie eine Methode entwickelt, mit der Besitzer ihre Lieblinge und deren Eigenarten genau unter die Lupe nehmen können.

Auf dieses Verhalten solltet ihr achten

Im Test gibt es rund 50 Verhaltensweisen, anhand derer ihr feststellen könnt, ob euer Liebling tatsächlich psychopathische Tendenzen hat. So könnt ihr beispielsweise mal darauf achten, ob eure Katze ihre Beute quält, anstatt sie sofort zu töten. Oder, ob sie ohne ersichtlichen Grund laut schreit (miauen oder jaulen) – oder, ob sie schnell erregbar ist.

Im Kern des Fragebogens geht es um vier verschiedene Aspekte, die ihr bei eurer Katze mal genauer unter die Lupe nehmen könnt:

  1. Wie mutig ist eure Katze? Ist sie in unbekannten Situationen eher verunsichert oder stürzt sie sich direkt ins Abenteuer?
  2. Wie gemein ist eure Katze? Gibt es einen Grund, dass sie ab und an kratzt oder macht sie das nur aus Langeweile?
  3. Wie viel Hemmung hat eure Katze? Hat sie Probleme damit, bestimmtes Verhalten zurückzuhalten (sogenannte Kurzschlusshandlungen)?
  4. Wie freundlich ist eure Katze gegenüber anderen Tieren und Menschen?

Mithilfe dieser Verhaltensweisen misst der Fragebogen den Mangel an Empathie oder gefühlslose Aggression. Im Kern geht es dabei vor allem um Einfühlungsvermögen oder Dominanz. Doch selbst wenn eure Katze bestimmte psychopathische Tendenzen hat, ist das eigentlich eher etwas Natürliches, wie die leitende Forscherin, Rebecca Evans, erklärt.

Wahrscheinlich haben alle Katzen ein Element der Psychopathie, da dies ihren Vorfahren einst beim Erwerb von Ressourcen, zum Beispiel Nahrung, Territorium und Paarungsmöglichkeiten, hilfreich gewesen wäre.

Studie will Beziehung zwischen Tier und Mensch verbessern

Ziel der Studie ist es, die Anzahl der Katzen, die in Tierheimen landen oder sogar eingeschläfert werden müssen, zu reduzieren. Mit dem Fragebogen sollen Menschen die Tiere besser verstehen können. Außerdem kann man anhand der Punktzahl auf dem sogenannten Cat-Tri+-Fragebogen ableiten, was Katzen in ihrer Umgebung benötigen, so Forscherin Rebecca Evans.

Eine Katze mit einer hohen Punktzahl auf der Kühnheitsskala kann von großen und hohen Kratzbäumen profitieren, da die Cat-Tri+-Elemente darauf hindeuten, dass eine mutige Katze gerne erkundet und klettert.

Wichtig ist es also, dass wir das Verhalten unserer Tiere verstehen wollen. Nicht jede Katze reagiert gleich, wenn sie sich in stressigen Situationen befindet. Damit es für Mensch und Tier entspannt ist, sollte man sein Haustier also vielleicht öfter einfach mal beobachten, um herauszufinden, woher die Eigenarten überhaupt kommen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 01. Dezember 2021 | 15:27 Uhr

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