Kassenzettel
Bildrechte: MDR JUMP

In Kassenzetteln steckt eine krebserregende Substanz

26.07.2018 | 14:30 Uhr

Thermopapier, auf dem Kassenzettel gedruck werden, enthält Bisphenol A. Viele Einzelhändler setzen das Papier immer noch ein, obwohl es mittlerweile Alternativen gibt.

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Viele Kassenzettel enthalten die krebserregenden Stoffe Bisphenol-A und Bisphenol-S. Sie werden auf Thermopapier als Farbentwickler eingesetzt. Ohne könnte man nichts auf Zetteln erkennen.

Eigentlich werden die Stoffe beim Erhitzen verbraucht, allergins nicht an jeder Stelle, sodass der Rest in ungebundener Form an der Oberfläche verbleibt.

Kassenzettel gehören zu den Top-Bisphenolquellen

Bisphenol-A und Bisphenol-S gelten als Hormongifte, die potentiell gesundheitsgefährdend sein können. Laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicheheit sind Kassenzettel die zweitgrößte Bisphenolquelle. Das meiste Bisphenol werde aber immer noch über Lebensmittel aufgenommen.

Wird der Stoff einmal aufgenommen, wirkt er im Köper ähnlich, wie das Hormon Östrogen. Bisphenol gilt als Mitauslöser von hormonell bedingten Krebsarten wie Brust-, Hoden- oder Prostatakrebs, für Diabetes Typ 2, Fehlbildung der Geschlechtsorgane und Übergewicht. Schon geringe Konzentrationen reichen laut Umweltschutzorganisation BUND.

Kinokarten stark belastet

Ab 2020 darf der Stoff nicht mehr in Kassenzetteln verwendet werden. Zwar gibt es mittlerweile auch bisphenolfreies Thermopapier, viele Einzelhändler setzen das aber noch nicht ein. Der BUND ermittelte bei Stichproben, dass unter anderem Kinoeintrittskarten von CineStar und Kassenbons von Aral stark belastet sind.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 28. Juli 2018 | 11:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. August 2018, 10:40 Uhr

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