Neues Album von Justin Bieber - und Riesen-Ärger ums Plattencover

Endlich neue Musik von Justin Bieber. Sein neues Album "Justice" ist in den Geschäften. Eigentlich ein Grund zur Freude, wenn da nicht ein drohender Rechtsstreit ums Plattencover wäre.

Justin Bieber
Bildrechte: Universal Music / Joe Termini

Auf seinem neuen Album "Justice" gibt sich Justin Bieber ziemlich entspannt. Pop-Banger wie "Sorry" oder "Where Are U Now" sind passé. Stattdessen hat Bieber auf "Justice" weiter an dem zurückgelehnten R'n'B-Sound gefeilt, den er schon auf seinem letzten Album "Changes" verfolgt hat.

Ärger um das neue Album gibt es trotzdem. Elektro-Fans, die das Cover von Biebers neuer Platte gesehen haben, werden vielleicht ein Deja-Vu haben. Der Schriftzug "Justice" mit einem Kreuz als "t" sieht dem der gleichnamigen französischen Elektro-Band Justice (größter Hit: "D.A.N.C.E.") sehr, sehr ähnlich.

Justin Bieber "Justice"
Bildrechte: Def Jam

"Wir haben im Laufe des Tages von Hunderten von Leuten gehört, die auf die Ähnlichkeit hingewiesen haben und verwirrt waren und fragten, ob es eine Justice-Kollaboration sei", sagte Tyler Goldberg, der Manager der Band der Musikzeitschrift Rolling Stone.

Justice haben nun Bieber eine Unterlassungserklärung zukommen lassen. Die Band hat sich den Schriftzug "Justice" mit einem Kreuz als "t" nämlich urheberrechtlich schützen lassen. Pikant: Biebers Team wusste das scheinbar und hat der Erklärung zufolge wohl versucht, mit dem Designer des Logos der Band Kontakt aufzunehmen. Ob es zu einem handfesten Rechtsstreit in der Sache kommen wird, ist noch unklar. Manager Goldberg fügte noch hinzu:

Justice sind nicht irgendeine obskure Band. 2019 haben sie einen Grammy für das beste Elektro-Album gewonnen. Sie waren Headliner auf Festivals auf der ganzen Welt.

Der Spruch mit dem Grammy könnte bei Justin Bieber noch einen wunden Punkt treffen: Als die Plattenpreise vergangenen Sonntag verliehen wurden, schmollte der Sänger, weil sein Album "Changes" in der falschen Kategorie nominiert wurde: Pop statt R'n'B. Auf Instagram schrieb er dazu, er sei akribisch, was seine Musik angehe und habe ein R'n'B-Album gemacht und kein Pop-Album. Nur mit der Gestaltung des Covers seiner neuen Platte hat er es dann offenbar nicht so genau genommen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 19. März 2021 | 20:20 Uhr

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