Nach Hornissen-Angriff in Dresden: Teil des Großen Gartens bleibt gesperrt

Sie brachen mit einem lebensgefährlichen allergischen Schock zusammen: Spaziergänger mussten in Dresden nach Hornissenstichen sofort ins Krankenhaus. Laut Feuerwehr hatten die Insekten an der Unglücksstelle kein Nest.

Hornisse auf einem Fliederbusch (Symbolbild)
Hornisse auf einem Fliederbusch (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / Panthermedia

Am Sonntagvormittag ging der Anruf bei der Notruf-Nummer 112 ein: Acht Spaziergänger im Großen Garten in Dresden waren von Hornissen gestochen worden. Drei von ihnen brachen mit einem allergischen Schock zusammen. Die zwei Männer und eine Frau wurden unter Lebensgefahr ins Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Frauen mussten wegen allergischer Reaktionen vor Ort vom Notarzt behandelt werden. Auch ein vierjähriger Junge, ein weiterer Mann und eine Frau mussten nach den Hornissen-Stichen ins Krankenhaus, so die Feuerwehr Dresden.

„Da war kein Hornissennest, sondern ein Speiseplatz der Insekten“

Auch am Montag war noch unklar, warum die Hornissen die Spaziergänger stachen. Der Sprecher der Feuerwehr Dresden Michael Klahre sagte MDR JUMP:

Es handelte sich nicht um ein Hornissennest in einem Baum. An der Stelle war offenbar ein Speiseplatz der Insekten. Wir hatten auch eine Vertreterin vom NABU da und nach der Rücksprache mit ihr gehen wir nicht davon aus, dass die Hornissen dort bleiben.

An einem Plastikband der Polizei, mit dem sie Gebiete absperrt, hängt ein Schild. Darauf steht: Achtung, Hornissen, Lebensgefahr.  Ein Teil dieser Insekten hat am 29.8.2021 Menschen im Großen Garten gestochen. Die reagierten teils allergisch und mussten eilig in Krankenhäuser gebracht werden.
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Der Bereich um die Unglückstelle bleibt trotzdem erst einmal abgesperrt, so der Sprecher am Montag. Im Umkreis von 20 Metern hat die Feuerwehr Warnschilder aufgehängt. Die war am Sonntag mit einem Großaufgebot von insgesamt 60 Einsatzkräften in die bei Dresdnern beliebte Parkanlage ausgerückt. Offen ist auch noch, wie es den betroffenen Spaziergängern geht und warum gleich acht von ihnen so schwer auf die Hornissenstiche reagiert haben. Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre sagte:

Uns ist unbekannt, ob die Betroffenen vorbelastet waren. Sie haben mit Atemnot und anschwellenden Atemwegen auf die Insektenstiche reagiert.

Werde eine solche heftige allergische Reaktion auf Stiche nicht schnell behandelt, könnten die Gestochenen sterben.

Auf dem Facebook-Profil von MDR JUMP berichteten Hörer von ihren persönlichen Erlebnissen mit Hornissen. Stefanie vermutet, dass die Insekten gestört wurden oder in die Enge getrieben wurden:

Wir haben seit vielen Jahren welche in unserem Garten und noch nie Probleme mit ihnen gehabt, da wir sie in Ruhe lassen und sie dürfen bei uns ihre Nester bauen.

Susanne hat ungute Erinnerungen an eine Begegnung mit Hornissen:

Wir wurden auch schon im Wald von Hornissen angegriffen. Die haben sich richtig an die Jacken der Kinder gekrallt...Horror pur!

Bei Jasmin tummeln sich Hornissen auf dem Fliederbusch der Nachbarn.

Dort nagen sie auch die Rinde ab und eine treibt Abends immer ihr Unwesen auf der Terrasse. Also keine Chance mal das Fenster gekippt zu lassen.

Auch andere erzählen auf dem MDR JUMP-Facebook-Profil, sie hätten „großen Respekt“ vor den Tieren und bisher aber noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 30. August 2021 | 09:00 Uhr

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