Hochwasser in Mitteldeutschland: Alarmstufe 2 erreicht

Durch Regenfälle und Tauwetter schwellen die Flusspegel in Teilen von Mitteldeutschland weiter an. Besonders betroffen ist das südliche Sachsen-Anhalt. Dort gilt bereits Warnstufe 2.

Werra-Hochwasser und Überflutungen in der Stadt Hildburghausen am 4. Februar 2021
Bildrechte: MDR/News5/Steffen Ittig

So groß die Freude vieler Menschen über die verschneiten Winterregionen auch war, jetzt wird der Schnee bei Tauwetter zu einem zunehmenden Problem. Auch Regenfälle sorgen dafür, dass Flusspegel deutlich ansteigen. Eine Entspannung der Lage ist vor allem im südlichen Sachsen-Anhalt noch nicht in Sicht.

Steigende Pegel in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt hat die Hochwasservorhersagezentrale des Landes Hochwasserwarnungen für die Flüsse Unstrut, Mulde, Schwarze Elster und Elbe herausgegeben. Dort sind die Pegel bereits deutlich höher als sonst, Tendenz weiter steigend. Erste Fähren haben den Betrieb vorübergehend eingestellt, wie die Saale-Fähre Groß Rosenburg. Auch für die Weiße Elster in Zeitz und für die Saale in Camburg-Stöben werden weiterhin steigende Pegel gemeldet. Dort wurde bereits die Alarmstufe 2 überschritten.

Vorsichtige Entspannung in Südthüringen

Die Pegel der Werra sinken leicht. Doch nach wie vor gilt in Eisfeld und in Hildburghausen-Ebenhards die zweithöchste Alarmstufe. Auch in Hinternah, einem Ortsteil von Schleusingen im Kreis Hildburghausen hat die Nahe den Pegel zur Alarmstufe 2 überschritten. Das meldet die Hochwassernachrichtenzentrale des Thüringer Landesumweltamtes. Die Feuerwehr hat rund um das Stadttheater in Hildburghausen Schutzwände aufgestellt und Sandsäcke aufeinander gestapelt. In der Stadt sind bereits niedrig gelegene Gebiete überschwemmt. Bisher betrifft das vor allem Gärten und Grünflächen.

Erhöhte Pegel auch in Sachsen

Auch in Sachsen meldet das Landeshochwasserzentrum in mehreren Kommunen erhöhte Wasserpegel. Doch auch hier entspannt sich die Lage etwas. In Burkhardtsdorf gilt für die Zwönitz nur noch Alarmstufe 1. Die Elbe in Schöna an der tschechischen Grenze hat ebenfalls die erste von vier Warnstufen erreicht. Dasselbe gilt für die Lausitzer Neiße in Görlitz. Das MDR-Wetterstudio erwartet auch in den kommenden Tagen immer wieder Regen. Dadurch könnten die Pegel weiter steigen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 05. Februar 2021 | 07:00 Uhr

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