Abkühlung bei Hitze
Bildrechte: IMAGO images / CHROMORANGE

Diese Lifehacks verschaffen euch Abkühlung bei Hitze

zuletzt aktualisiert: 26.06.2019 | 15:53 Uhr

Der Sommer ist in vollen Zügen angekommen. Aber diese Hitze ist nicht nur schön, sondern für unseren Körper auch ganz schön belastend. Mit diesen Tricks verschafft ihr euch ein wenig Abkühlung.

Abkühlung bei Hitze
Bildrechte: IMAGO images / CHROMORANGE

Richtig lüften bei Hitze

Ein Frau öffnet zum Lüften die Fenster.
Bildrechte: imago/Paul von Stroheim

Das richtige Lüften ist nicht nur in der Familie, sondern oft auch im Büro ein Streitthema: Fenster auf oder Fenster zu?! Generell gilt: Es macht Sinn die Fenster zu öffnen, wenn die Luft draußen noch kühler ist als drinnen. Also morgens und abends lassen offene Fenster die kalte Luft rein. Auch tagsüber bei großer Hitze ist Durchzug in der Wohnung nicht schädlich. Hier hilft am besten: Alle Fenster auf und Ventilatoren anschalten.

Ungenutzte Elektrogeräte ausschalten

Pärchen sitzt vor dem Fernseher, Blick aus dem Hintergrund
Bildrechte: Colourbox

Im Prinzip ist jedes Gerät, das an einer Steckdose hängt auch eine potentielle Wärmequelle. Entfernt ihr alle Geräte, die im Moment nicht gebraucht werden vom Stromnetz, könnt ihr so verhindern, dass sie Wärme ausstrahlen.

Abkühlung zwischendurch

Baby kühlt sich ab in einer Schüssel voll Wasser
Bildrechte: IMAGO images / Westend61

Egal ob im Büro, auf der Baustelle oder Zuhause: Lasst immer mal wieder kaltes Wasser über die Hände, den Nacken und das Gesicht laufen. Das bringt eine kurzfristige Abkühlung und ist gut für das Herz-Kreislaufsystem.

Genug trinken

Mineralwasser wird in ein Wasserglas gegossen.
Bildrechte: dpa

Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt: Ein Erwachsener sollte am Tag mindestens 1,3 bis 1,5 Liter Wasser trinken. Aber gerade bei Hitze und Sport sollte mehr getrunken werden. Am besten sollten die Getränke Wasser, ungezuckerte Tees oder Saftschorlen sein. Viel Flüssigkeit kann man übrigens auch über Obst und Gemüse, wie Wassermelone oder Gurken aufnehmen. Wichtig ist aber, nicht erst zu trinken, wenn man ein Durstgefühl hat und der Mund schon ausgetrocknet ist. Lieber den ganzen Tag über kontinuierlich Flüssigkeit zuführen.

Kaffee meiden

Kaffeetasse auf einem Tisch in einem Straßencafe
Bildrechte: imago/Seeliger

Im Prinzip ist es egal, ob man ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee trinkt - beides zählt als Flüssigkeit. Aber der Kaffee hat eine anregende Wirkung, was einigen Menschen bei Hitze unter Umständen Kreislaufprobleme beschert. Als Durstlöscher ist Kaffee also nicht geeignet.

Mit ätherischem Öl erfrischen

Minzblätter
Bildrechte: Colourbox

Menthol ist oft auch ein Bestandteil von ätherischen Ölen. Es kann angenehm kühlend wirken. Beim Auftragen und auch beim Verdunsten erfrischt es etwas. Auftragen kann man es zum Beispiel auf den Handgelenken und Schläfen.

Anti-Schweiß-Bad

Bockshornkleesamen und Blätter
Bildrechte: imago images / Design Pics

Bockshornkleesamen beruhigen die Schweißdrüsen. Dazu könnt ihr 12 Esslöffel davon mit lauwarmen Badewasser mischen und darin baden. Die Samen bekommt ihr zum Beispiel in der Apotheke.

Hilfe gegen geschwollene Füße

Füße einer Person, die in einem Strandkorb sitzt.
Bildrechte: dpa

Viele Menschen haben bei Hitze mit geschwollenen Beinen, Füßen und Händen zu kämpfen. Weil sich bei Hitze die Blutgefäße weiten, verlangsamt sich die Blutzirkulation. Dadurch werden die Venen unelastischer und durchlässiger. Deshalb fließt Flüssigkeit ins umliegende Gewebe und Füße schwellen an. Dagegen hilft Bewegung und ab und zu einfach mal die Beine hochlegen. Das hilft dem Blut leichter wieder Richtung Herz zu fließen. Auch mal auf die Zehenspitzen stellen und mit der Ferse hochwippen hilft. Und die geschwollenen Stellen mit einen feuchten Handtuch kühlen, ist auch nicht verkehrt.

Wärmflasche umfunktionieren

Frau wärmt ihren Bauch mit einer Wärmflasche
Bildrechte: imago/Jochen Tack

Es klingt vielleicht merkwürdig, aber eine Wärmflasche kann auch super beim Abkühlen helfen. Wenn sie mit kaltem Wasser gefüllt wird und dann noch ein paar Stunden in den Kühlschrank kommt, kühlt sie zum Beispiel eure Füße ganz angenehm.

Mit Teebaumöl Haare waschen

Haare waschen
Bildrechte: IMAGO images / Westend61

Mit ein paar Tropfen Teebaumöl im Shampoo könnt ihr den ganzen Tag eure Kopfhaut kühlen. Öle wirken oft kühlend und geben ein Frischegefühl.

Körperliche Reaktionen ernst nehmen

Besonders bei Kinder und älteren Menschen sollte darauf geachtet werden, dass sie genug Flüssigkeiten zu sich nehmen. Sonst kann es zu Schwindel, Bluthochdruck oder Kopfschmerzen kommen.

Einen Sonnenstich bekommt man, wenn man mehrere Stunden in der Sonne war. Deshalb sollte man in der direkten Sonne auch immer eine Kopfbedeckung tragen. Die Symptome eines Sonnenstichs treten aber meist erst Stunden später ein: roter Kopf, Schwindelgefühl, Benommenheit und Übelkeit gehören dazu.

Da die Außentemperatur im Moment heiß ist, versucht der Körper seine eigene Temperatur durch Schweißproduktion zu regulieren. Mit dem Schwitzen verlieren wir aber nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Außerdem sinkt bei Hitze auch unser Blutdruck, weil sich die Blutgefäße unserer Haut weiten. Dadurch wird auch unser Kreislauf geschwächt.

Gesundheitstipps: Das solltet ihr nicht machen, wenn es heiß ist

Eine Flasche und ein Glas Cola, davor liegen Eiswürfel
Eiskalte Getränke zur Abkühlung Eiskalte Getränke müssen im Körper erst erwärmt werden. Sie aktivieren den Stoffwechsel, und das lässt uns noch mehr schwitzen. Warme (nicht heiße!) Getränke kühlen den Körper effektiver. Trotzdem sollte man sich nicht zu sehr die Lust auf etwas Kühles verderben lassen. Sich zu etwas zu zwingen, macht nur unglücklich und ignoriert essenzielle Körperbedürfnisse. Bildrechte: Colourbox.de
Eine Flasche und ein Glas Cola, davor liegen Eiswürfel
Eiskalte Getränke zur Abkühlung Eiskalte Getränke müssen im Körper erst erwärmt werden. Sie aktivieren den Stoffwechsel, und das lässt uns noch mehr schwitzen. Warme (nicht heiße!) Getränke kühlen den Körper effektiver. Trotzdem sollte man sich nicht zu sehr die Lust auf etwas Kühles verderben lassen. Sich zu etwas zu zwingen, macht nur unglücklich und ignoriert essenzielle Körperbedürfnisse. Bildrechte: Colourbox.de
Wasser
Nicht genug trinken Trinken ist das A und O an heißen Tagen. Es ist wichtig, nicht erst dann zu trinken, wenn man unter Durstgefühl leidet und der Mund schon ganz ausgetrocknet ist. Den ganzen Tag sollte man sich kontinuierlich Flüssigkeit zuführen, etwa 1,8 bis zwei Liter Wasser, wenn man stark schwitzt, sogar 2,5 bis drei Liter. Am gesündesten ist Quellwasser. Bildrechte: Colourbox
Klimaanlage im Auto.
Klimaanlage richtig kalt einstellen Die Klimaanlage im Auto sollte den Innenraum nicht zu stark herunter kühlen, um den Kreislauf nicht zu sehr zu belasten. Der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur sollte um die sechs Grad Celsius betragen. Das Gebläse sollte außerdem nicht direkt auf den Körper gerichtet werden, um keine Muskelverkrampfungen zu riskieren. Bildrechte: colourbox.com
Heißes Wasser sprudelt aus Duschkopf
Sich von einer kühlen Dusche erfrischen lassen Wenn man eiskalt duscht, ziehen sich die Gefäße zunächst zusammen, um die Wärme im Körperinneren zu halten. Danach steigert sich die Durchblutung der Haut und wir werden umso wärmer. Lauwarm zu duschen ist besser, auch ein absteigendes Bad nützt mehr. Bildrechte: imago/AFLO
Sonnencreme statt Sonnenbrand: Verschmieren nicht vergessen und schon ist wieder Platz für das nächste Kunstwerk.
Sich nicht eincremen, damit man braun wird Selbst mit einer Creme mit sehr hohem Lichtsschutzfaktor wird man braun, nur sanfter und gleichmäßiger. Und das ganz ohne Sonnenbrand. Das Braunwerden ist eigentlich eine Schädigigung der Haut, daher ist hier weniger mehr. Bildrechte: MDR JUMP
Eine junge Frau mit Hut sitzt in der Sonne
Sich im Schatten sicher vor Sonnenbrand fühlen Auch im Schatten braucht man Sonnencreme. Bis zu 85 Prozent der Strahlungsintensität werden von Sand, Wasser oder Gebäuden reflektiert. Auch Sonnenschirme oder Wolken halten die Strahlen der Sonne nicht ab. Man kann also auch im Schatten braun werden - oder einen Sonnenbrand, wenn man sehr empfindlich ist. Bildrechte: colourbox.com
Solarium
Sich vorbräunen um sich vor Sonnenbrand zu schützen Es ist ein gefährlicher Irrtum, dass bereits gebräunte Haut keinen Sonnenschutz benötigt. Auch Solariumbesuche helfen nicht. Die meisten Solarien arbeiten mit UV-A-Strahlung, was in der Haut zu einer Sofortpigmentierung führt. Für eine Verdickung der Hornhaut und damit einen wirksameren Schutz sowie für die länger andauernde Bräunung der Haut sind aber UV-B-Strahlen nötig. Und dennoch gilt: jede Belastung der Haut mit UV-Licht fördert die Alterung und erhöht das Hautkrebsrisiko. Bildrechte: colourbox.com
Eine Person macht ein Fenster auf
Lüften um die Hitze erträglicher zu machen Über die Fenster - ob geöffnet, oder geschlossen - kommt am meisten Hitze in den Raum. Wird dann noch tagsüber das Fenster geöffnet, lässt man nur die warme Luft hinein. Lüften macht nur morgens und abends Sinn, wenn die Luft sich draußen noch nicht so stark erwärmt hat. Sehr effektiv ist ein heller, außen angebrachter Sonnenschutz, der die Hitze reflektiert. Bildrechte: MDR/Mayte Müller
Eine junge Frau steht am Strand und breitet die Arme aus
Weniger oder enge Klamotten im Sommer anziehen Eng anliegende Sachen und synthetische Materialien sollte man meiden. Lange Hosen und langärmelige Hemden aus Baumwolle oder Seide sind besser als hautenge Leggings und körperbetonendes T-Shirt. Bildrechte: Colourbox.de
Alle (9) Bilder anzeigen

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 25. Juni 2019 | 23:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2019, 15:53 Uhr

Aktuelle Themen von MDR JUMP