Hirsch mit Autoreifen um den Hals gerettet

Mindestens zwei Jahren lief ein Hirsch mit einem Autoreifen um den Hals durch die Gegend. Nun haben Wildhüter in den USA das Tier gerettet und den lästigen Reifen entfernt – doch nicht alles lief, wie geplant.

Rothirsche
Bildrechte: imago images/blickwinkel

Einem Hirsch im US-Bundesstaat Colorado hing ein lästiges Accessoire um den Hals: ein Autoreifen. Nach vier gescheiterten Anläufen haben Ranger das Tier nun befreien können. Der Wapitihirsch war vor zwei Jahren bereits Wildhütern in den Rocky Mountains aufgefallen, die Rettungsaktion glückte allerdings erst jetzt.

Retter mussten Geweih mit absägen

Nach der Aktion ist das Tier jetzt rund 16 Kilogramm leichter. Im Reifen hatte sich über die Jahre einiges angesammelt, so auch rund fünf Kilogramm Dreck. Außerdem mussten die Retter das Geweih des Hirsches mit absägen. Die Ranger hätten nicht durch den Stahlmantel des Reifens schneiden können, deswegen musste der Kopfschmuck schließlich dran glauben. Wildhüter Scott Murdoch wollte das eigentlich umgehen, es sei ihnen aber bei der Rettung nichts anderes übrig geblieben.

Wir hätten es vorgezogen, den Reifen zu durchtrennen und das Geweih für seine Brunftaktivitäten dranzulassen, aber die Situation war dynamisch, und wir mussten den Reifen abbekommen, egal wie.

Nun ist das rund viereinhalb Jahre alte Tier endlich wieder frei. Der Hirsch hat den Reifen wahrscheinlich schon als Kalb um den Hals bekommen, oder, als er im Winter sein Geweih abgeworfen hatte.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 12. Oktober 2021 | 14:37 Uhr

Aktuelle Themen von MDR JUMP