Ein Auto fährt durch den Nebel
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Tipps für Autofahrer bei Nebel

Zuletzt aktualisiert: 16.11.2018 | 11:15 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Forst und Nebel am Wochenende. Damit Du von Unfällen verschont bleibst, hier alles Wissenwerte rund ums Fahren im Nebel.

Ein Auto fährt durch den Nebel
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Zu wenig Abstand und zu schnell: Das sind die Hauptursachen für die vielen Nebel-Unfälle. Die Geschwindigkeit sollte daher immer den Sichtverhältnissen angepasst werden. Dafür gibt’s klare Vorschriften. In der Straßenverkehrsordnung heißt es: Maximal Tempo fünfzig bei fünfzig Meter Sichtweite. Kleine Orientierungshilfe: Die Leitpfosten auf deutschen Straßen stehen außer in engen Kurven meist 50 Meter voneinander entfernt. Bei zwei Leitpfosten Sichtweite ist höchstens Tempo achtzig angebracht.

Auch wenn es scheinbar beim Orientieren in der dichten Nebelsuppe hilft, sollte man sich nie an den Vordermann hängen. Der sieht in einer richtigen Waschküche auch nicht besser. Zudem wird der Abstand zum Vordermann oft deutlich überschätzt. Denn im Nebel nimmt man Entfernungen falsch wahr. Gegenstände werden um das Doppelte weiter weg geschätzt als bei klarer Sicht.

Nebelschlussleuchte richtig nutzen

Ein wichtiges Signal für Hinterherfahrende ist die Nebelschlussleuchte. Die darf immer nur bei Nebel und Sichtweiten unter fünfzig Metern eingesetzt werden – egal ob im Ort, auf der Landstraße oder auf der Autobahn. Anders die vorderen Nebelscheinwerfer: Die dürfen Sichtbehinderungen durch Nebel, Schnee und Regen zusammen mit dem Abblendlicht eingeschaltet werden. Auch wenn man weiter als 50 Meter sehen kann.

Schnellen Spurwechsel vermeiden

Wer auf der Autobahn plötzlich in eine Nebelwand fährt, sollte auf keinen Fall schlagartig bremsen und hektisch auf die rechte Spur wechseln. Dort droht im Ernstfall die größere Gefahr durch LKWs. Stattdessen sollte man langsam auf der Überholspur weiter fahren.

Besonders nebelgefährdete Stelle findet man vor allem dort, wo es feucht ist: Sumpfgebiete, Flussniederungen und Waldstücke. Besondere Gefahr droht auf Brücken. Gerade bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Hier ist es oft noch kälter, denn Brücken werden von oben und unten gekühlt. Dabei kann der feuchte Nebel schnell in Glatteis umschlagen. Und durch das ständig wechselnde Tauen und Frieren ist das Eis besonders gefährlich. Zusätzlich bildet sich nämlich ein dünner Wasserfilm.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 10. Oktober 2018 | 11:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. November 2018, 11:15 Uhr

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