Herbert Grönemeyer fordert: Reiche Menschen sollen Kultur retten

Vielen Kulturschaffenden geht es schlecht. Grund sind die Beschränkungen aufgrund des Coronavirus. Viele Auftritte von Künstlern können nicht stattfinden. Daran hängen sehr viele Existenzen. Grönemeyer fordert, dass Reiche helfen sollen.

Herbert Grönemeyer, Konzert in der Waldbühne Berlin
Herbert Grönemeyer bei einem Konzert in der Waldbühne Berlin (Archiv) Bildrechte: imago images / BRIGANI-ART

Wohlhabende sollen die Kulturszene unterstützen. Das forderte Grönemeyer im Gespräch mit der „Zeit“. Er sagte, dass es eine Solidaritätssonderzahlung der Vermögendsten geben solle. So könne es eine Kultur der gemeinsamen Verantwortung geben. Darunter stellt er sich vor, dass die etwa 1,8 Millionen Millionäre in Deutschland mithilfe einer Sonderzahlung die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kreativbranche abfedern könnten.

Er spricht von einer zweimaligen Sonderzahlung in Höhe von 50.000 bis 150.000 Euro. So könnten insgesamt 300 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Das soll dazu führen, dass Pleiten vermieden und Existenzen gesichert werden können.

Auswirkungen sind gravierend

Der zweite „Lockdown“ hat für Künstler, Bühnenbauer, Techniker, Caterer und viele weitere schwerwiegende Auswirkungen. Erneut können viele geplante Konzerte nicht stattfinden und wann es wieder ausverkaufte Arenen und Hallen geben wird, ist weiter ungewiss. Das betrifft sehr viele Menschen. Laut dem Wirtschaftsministerium arbeiten über 1,2 Millionen Menschen in der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Herbert Grönemeyer bei einem Konzert in Köln
Herbert Grönemeyer bei einem Konzert in Köln Bildrechte: Getty Images/Ralf Juergens

Grönemeyer stößt auf Kritik

Der Vorschlag, dass Reiche diese Branche unterstützen sollen, gefällt nicht jedem. Auf Twitter fordern viele Nutzer, dass er mit gutem Beispiel vorangehen solle und als Erster eine Unterstützung auszahlen soll.

Aktuelle Themen von MDR JUMP