Eine Katze sucht bei Hitze etwas Schatten.
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Sommerhitze So überstehen Haustiere heiße Tage am besten

06.06.2018 | 11:39 Uhr

Pralle Sonne und Temperaturen über 30 Grad bringen nicht nur Menschen an ihre Grenzen. Die Wärme ist auch für viele Haustiere sehr anstrengend. Im schlimmsten Fall können sie sogar einen Hitzschlag erleiden. Wir geben Tipps, damit das nicht passiert.

Eine Katze sucht bei Hitze etwas Schatten.
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Sie hecheln, leiten Wärme über die langen Puschelohren ab und baden viel: Haustiere wie Hunde, Kaninchen oder Wellensittiche haben ihre eigenen Wege entwickelt, mit hohen Temperaturen klar zu kommen. Haustierbesitzer können zusätzlich helfen, ihre Lieblinge gut durch den Sommer zu bringen.

Ein blauer Wellensittich auf dem Weg zum Wasser
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Wasser marsch!

Wasser marsch!

Haustiere brauchen bei Hitze besonders viel Flüssigkeit: Hunde verdunsten beim Hecheln Wasser auf den Schleimhäuten in Mund und Rachen. Deshalb sollten beim Gassigehen immer Wasser und ein Napf zum Trinken dabei sein. Bei Kaninchen sollte die Wasserstelle immer voll sein. Frisches Gras ist leicht verdaulich und enthält zusätzlich Flüssigkeit. Wer Wellensittich oder Papagei ein Badehäuschen hinstellt, sollte das Wasser regelmäßig tauschen. Das Wasser sollte dabei kühl aber nicht ganz kalt sein. Nutzen Vögel das Badehäuschen nicht, können sie vorsichtig mit Wasser besprüht werden.

Ein Zwerghamster schaut aus einem Häuschen.
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Raus aus der Sonne!

Raus aus der Sonne!

Haustiere sollten immer ein schattiges Plätzchen haben, an das sie sich zurückziehen können. Das ist vor allem dann wichtig, wenn die Tiere im Freigehege im Garten oder auf dem Balkon leben. Für kleine Nager reicht ein kleiner Unterstand aus Fliesen oder kühlen Steinplatten. Dabei sollte man beachten, dass die Sonne wandert. Die kann dann möglicherweise auch in den Unterstand scheinen. Alternativ kann man ein feuchtes Handtuch über das Gehege oder den Vogelkäfig legen.

Eine Katze schaut aus einem gekippten Fenster.
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Keine Zugluft!

Keine Zugluft!

Genau wie Menschen auch schätzen Haustiere frische Luft. Und ähnlich wie ihre Besitzer können sie durch Zugluft krank werden. Die kann beispielsweise bei Katzen eine Bindehautentzündung auslösen. Vor Ventilatoren und Klimaanlagen sollte man die Vierbeiner ebenfalls schützen. Gekippte Fenster für Durchzug können Katzen ebenfalls gefährlich werden. Die Tiere können sich beim Rausklettern im Spalt verfangen. Dabei können Organe gequetscht werden, wenn die Stubentiger nach unten rutschen.

Im Eis für Menschen ist zuviel Zucker und zu viel Fett. Für Hunde ist das nicht geeignet.
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Eismaschine an!

Eismaschine an!

Menschen kommen mit Eis besser durch die Hitze, Hunde auch. Unser Speiseeis mit Zucker und Fett ist für die Tiere aber nicht gut. Stattdessen kann man Rinderbrühe in eine Eiswürfel-Form gießen und ins Tiefkühlfach packen. Das Brühe-Eis sollten aber nur Vierbeiner bekommen, die ihr Fressen nicht zu schnell runterschlingen. Sonst können die Tiere Magenprobleme bekommen. Auch wenn es gut gemeint ist: Bei Hunden mit längerem Fell sollte man die Schermaschine nur sparsam einsetzen. Die Hohlhaare im Fell sind für eine gute Luftzirkulation wichtig. Bei zu kurzem Fell droht Sonnenbrand.

Ein kleiner Hund wird nach einem Hitzschlag gekühlt
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Vorsicht Hitzschlag!

Vorsicht Hitzschlag!

Haustierbesitzer sollten bei Hitze ihre Lieblinge im Auge behalten. Ein Wärmestau kann bei den Tieren genau wie bei Menschen einen Hitzschlag auslösen. Bei kleinen Nagern und Kaninchen kann das schon bei vergleichsweise moderaten 25 bis 28 Grad Celsius passieren. Bei Hunden sind Erbrechen, Gleichgewichtsprobleme und Bewusstlosigkeit Anzeichen für den gefährlichen Hitzschlag. Bei Katzen sind Unruhe und ein schneller Herzschlag typische Symptome. Meist liegen die Tiere dann stark hechelnd auf dem Bauch. In so einem Fall gilt: Schnellstens zum Tierarzt!

Einfach im Auto zurückgelassen: Ein Hund bei praller Sonne.
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Tiere nie im Auto lassen!

Tiere nie im Auto lassen!

Regelmäßig zum Sommeranfang warnen Tierärzte und –schützer: Hunde und natürlich auch andere Haustiere sollten bei Hitze nie im Auto bleiben. Die hohen Temperaturen machen aus jedem Fahrzeuge in wenigen Minuten eine Backofenhölle. Dabei ist es laut einem aktuellen ADAC-Test völlig egal, ob die Fenster geschlossen oder teilweise geöffnet sind. Laut einer US-Studie kann es übrigens jedem passieren, den Hund im Auto zu vergessen. Oft geschehe so etwas, wenn typischen Routinen wie Aussteigen und Auto abschließen durch Telefonanrufe unterbrochen würden.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Mittag | 07. Juni 2018 | 12:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Juni 2018, 11:39 Uhr

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