Fit ins neue Jahr - so geht´s kinderleicht!

20.01.2020 | 08:25 Uhr

Das neue Jahr hat bei vielen von uns mit guten Vorsätzen begonnen. Fast jeder vierte Deutsche hat sich für 2020 etwas vorgenommen, das belegt eine Umfrage des Markt- und Konsumenten-Portals Statista. Ganz oben auf der Liste: mehr Sport treiben.

glückliches Paar mit Rollschuhen und Fahrrad
Bildrechte: PantherMedia / Lev Dolgachov

Aber wie das mit guten Vorsätzen so ist – in den ersten Wochen des neuen Jahres lässt man es oft wieder bleiben. Ein paar hilfreiche Tipps zum Durchhalten hat Sportwissenschaftler und Lauf-Papst Prof. Dr. Ingo Froböse unseren Moderatoren Sarah und Lars in der MDR JUMP-Morningshow gegeben.

MDR JUMP Morningshow Moderatoren Sarah von Neuburg und Lars-Christian Karde
MDR JUMP Morningshow | Sarah von Neuburg und Lars-Christian Karde Bildrechte: MDR/Hagen Wolf

Um 2020 fit zu werden sollte man mindestens zweimal pro Woche Ausdauertraining machen, also zum Beispiel laufen oder Rad fahren. Anschließend empfiehlt sich ein 15-minütiges Muskeltraining. Dazu kann man ins Fitnessstudio gehen. Das hat auch soziale Aspekte und hebt die Motivation, so Ingo Froböse. Oftmals scheitert das Sportvorhaben daran, dass man seine Gewohnheiten nicht umstellen kann. Wenn man also nach der Arbeit nach Hause kommt, sollte man sich sofort in die vorher bereitgelegten Sportklamotten werfen und loslegen. Wer erst mal eine gemütliche Pause auf der Couch einlegt, kommt nicht mehr hoch, ist Froböse überzeugt.

Es müssen aber nicht immer das Muskeltraining im Fitnesscenter oder ein halbstündiges Jogging im Park sein. Wer anfangs Probleme hat, in die Gänge zu kommen, kann ganz viele Alltags-Gelegenheiten nutzen, um sich zu trimmen.

Wenn man gar keinen Bock hat, Sport zu treiben, dann gibt´s eins: Nutz den Alltag als Trainingsstätte. Die Körperzelle weiß ja nicht, was ich gerade tue und dementsprechend heißt es: Hauptsache der Besitzer ist unterwegs.

Prof. Dr. Ingo Froböse

Das heißt: Treppen steigen, statt Fahrstuhl fahren oder beim Telefonieren aufstehen und herumlaufen. Auch ein kleines Workout, während die Lieblingsserie im TV läuft, kann ein Anfang sein. Man kann sich aber auch folgendes bewusst machen:

Eine Woche hat 168 Stunden. Und wenn man dreimal pro Woche Sport treibt, ein Stündchen, dann sind es drei Stunden weniger, heißt es bleiben immer noch 165 Stunden übrig. Und wer da nicht diese drei Stunden für sich selber opfert, der macht viel falsch. Es ist der Lebensstil, der da ganz viel ausmacht.

Prof. Dr. Ingo Froböse

Auch wer körperlich eingeschränkt ist, etwa Knieprobleme hat, kann sich sportlich betätigen. Dann sollte man Sportarten wie schwimmen oder Aquajogging wählen. Das schont die Gelenke, die Ausdauer wird trotzdem ausreichend trainiert. Wichtig ist, dass man sich nicht zu viel vornimmt und sich nicht überanstrengt.

Prof. Dr. Ingo Froböse
Bildrechte: Monika Sandel

Ich treibe Sport immer so, dass ich sage:  Wow - war das schön. Das mach ich morgen wieder. Und deswegen halte ich auch durch. Ich bin niemals kaputt.

Prof. Dr. Ingo Froböse

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 20. Januar 2020 | 06:50 Uhr

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