Wer getrennt schläft, sollte viel kuscheln!

zuletzt aktualisiert: 17.01.2020 | 12:15 Uhr

Ob Schnarchen, verschiedene Aufstehzeiten oder einfach ein ruhiger Schlaf: Es gibt viele Gründe, warum Paare getrennte Betten haben.

Eine Frau sitzt wach und verärgert neben ihrem schnarchenden Partner im Bett.
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Angeblich gibt es sogar einen Trend zu getrennten Betten. Das weiß auch Paarberater Eric Hegmann:

Vor 40, 50 Jahren waren getrennte Schlafzimmer gängiger als heute. Das wenn sich heute mehr Paare für getrennte Schlafzimmer entscheiden, ist das eigentlich eine Renaissance. Da scheint es schon so zu sein: Das Bedürfnis, die Nacht ungestört durchschlafen zu können ist groß.

Ein Grund dafür könnte sein, dass es sich besser arbeiten lässt, wenn man ausgeruht und erholt von der Nacht ist. Ein großer Störfaktor ist nämlich oft das Schnarchen:

Umfragen sagen, Schnarchen ist etwas, was Männer und Frauen unglaublich stört. Fast die Hälfte der Befragten sagen: "Das macht mich rasend!" Und dann ist es vielleicht wirklich gut, getrennte Schlafzimmer zu haben.

Doch es gibt auch andere Gründe für getrennte Betten: Zum Beispiel, wenn der eine zum Einschlafen gerne Fernsehen schaut und der andere eben nicht. Oder dass einer immer die Decke vom anderen wegzieht. Aber schaden getrennte Betten der Beziehung auf Dauer?

Das denke ich nicht. Wenn das wirklich so ist, dass da zwei Leute nebeneinander liegen, die nicht einschlafen können, dann schadet deren schlechte Laune der Beziehung wahrscheinlich noch mehr.

Doch physisch betrachtet hat ein gemeinsames Schlafzimmer auch Vorteile:

Wenn wir miteinander kuscheln, werden Hormone, wie Oxytozin, produziert. Das führt dazu, dass Menschen sich zueinander angezogen und aufgehoben fühlen. Das tut einer Beziehung eben auch gut, weil das die Paare verbindet.

Um den Oxytozin-Haushalt trotz getrennter Betten wieder aufzufüllen, sollten sich Paare, die getrennt schlafen, deshalb viel umarmen und küssen. Am besten jedes Mal mehrere Minuten lang.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 20. Januar 2020 | 05:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2020, 12:54 Uhr

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