Tschüss, Unkraut!

zuletzt aktualisiert: 28.03.2019 | 13:39 Uhr

Entspannen im Garten - was gibt es Schöneres? Vor dem Vergnügen kommt aber bekanntlich die Arbeit: Unkraut hat sich auch in eurem Garten breit gemacht? Mit ein paar Tricks werdet ihr das aber schnell und einfach wieder los.

Gartenhandschuhe, Gießkanne und Eimerchen liegen nebeneinander auf einem schönen Stück Rasen
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Als Unkraut bezeichnet man die Pflanzen, die keine Nutz- oder Zierpflanzen sind. Diese Beikräuter, so heißen sie eigentlich, sind also Pflanzen die wir nicht haben wollen. Um die gewollten Pflanzen zu unterstützen, muss man gegen das Unkraut vorgehen.

Denn die Beikräuter sind in der Regel besser an den Standort angepasst und gedeihen deshalb besonders gut. Als Folge nehmen sie unseren Wunschpflanzen die Sonne und Nährstoffe aus dem Boden weg. Deshalb müssen sie gerade im Beet weichen. Doch wie stellt ihr das am einfachsten an?

Jäten

Unkraut rauszupfen ist die altbewährte Methode. Ab auf die Knie und los geht’s! Hier könnt ihr wirklich sicher sein, dass alle Unkräuter raus kommen. Achtet aber darauf, dass ihr auch die Wurzel erwischt, sonst ist das Unkraut ganz schnell wieder da. Einfacher geht es, wenn die Erde schon etwas locker ist. Das könnt ihr mit einer kleinen Hacke erreichen.

Abdecken

Ist das Beet erst unkrautfrei, könnt ihr mit Rindenmulch oder Stroh alles um eure Pflanzen herum abdecken, erklärt Bio-Gärtner Thomas Engler: „So wird den Beikräutern das Licht entzogen. Wo weder Luft noch Licht rankommen, da wächst weniger bis gar nichts.“ Wer Rindenmulch nutzen möchte, sollte aber genau auf die Inhaltsstoffe achten. Da sollte nur naturbelassenes Holz enthalten sein – vom Grünschnitt beispielsweise. Wurde auch behandeltes Holz verarbeitet, ist dann lauter Chemie auf dem Beet.

Eine weitere Variante ist das Abdecken der Beete mit einem speziellen Vlies. Es ist undurchlässig für Licht, Wasser kann aber hindurch. Im Vlies sind in regelmäßigen Abständen Löcher, in die die Pflanzen gesetzt werden. Es gibt nur ein Problem bei dieser Art der Abdeckung: „In der Regel verrotten die nicht. Wenn sie irgendwann ausgedient haben, muss man sie runternehmen und entsorgen. Das ist auch der Grund, warum wir davon weggegangen sind.“

Hitze

An einer Hauswand wird Unkraut mit einem Brenner verbrannt
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"Wenn es ökologisch sein soll, kann man auch mit heißem Wasser arbeiten. Da gibt es von Hochdruckreiniger-Herstellern Geräte, die mit heißem Wasser oder Dampf Unkraut beseitigen", erklärt Engler. Im Gegensatz zum Abflammen ist das Abdampfen nicht nur für Unkraut zwischen den Gehwegplatten gedacht. Das Verfahren klappt auch im Beet. Das Grundprinzip ist aber bei beiden gleich: Durch Hitze werden die Pflanzen zerstört.

Behandelte Erde

Wer gerade ein Beet anlegt, kann es auch mit gedämpfter Erde probieren, erklärt Bio-Gärtner Engler: "Da gibt es im Handel Erddämpfer. Da wird mit Wasserdampf die Erde erhitzt auf über 70°C. Da wird alles abgetötet: Pilze und Bakterien. Man hat dann eine fast keimfreie Erde." Außerdem sind dort dann keine Samen mehr enthalten, die keimen könnten.

Brennnessel-Sud

Klingt paradox, aber mit Unkraut könnt ihr Unkraut vernichten. Mit einem Brennnessel-Sud werdet ihr beispielsweise Löwenzahn und Ackerwinde los. Möglich machen das die Brennhaare am Stiel, die Ameisensäure enthalten. Der hilft verdünnt übrigens auch gegen Blattläuse.

Makroaufnahme der Brennhaare einer Brennnessel
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Im Herbst

Damit ihr es im kommenden Frühjahr einfacher habt, könnt ihr schon im Herbst vorarbeiten: Bedeckt die Beetfläche mit einem licht-undurchlässigen Vlies oder einer Folie. So bekommt die Stelle monatelang kein Licht mehr. Somit gehen an dieser Stelle alle Pflanzen gehen ein und die Samen in der Erde haben keine Chance zu keimen, bis ihr die Abdeckung entfernt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 28. März 2019 | 15:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. April 2018, 14:00 Uhr

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