Fenster putzen gehört zum Frühjahrsputz dazu!
Bildrechte: MDR/Annie Reischmann

Frühjahrsputz: Tipps vom Profi!

15.03.2019 | 12:00 Uhr

Schon bald ist Frühlingsanfang. Da geht auch in vielen mitteldeutschen Städten der große Frühjahrsputz los. Und für Viele hat Großreinemachen der Wohnung eine lange Tradition: Spinnweben, Staubflusen und Grauschleier geht´s an den Kragen. Hier erfährst du, wie es leichter geht!

Fenster putzen gehört zum Frühjahrsputz dazu!
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Die Monate März und April sind besonders beliebt für eine gründliche Reinigung der eigenen vier Wände. Kein Wunder, schließlich werden die Tage nach den dunklen Wintermonaten wieder länger und heller. Dadurch sieht man auch Staub und Dreck, der sich in den letzten Monaten angesammelt hat. Aber wer in der Familie ist eigentlich der Chef beim Putzen? Eine neue Umfrage verrät viel über das Putz-Verhalten in Deutschland - und wohl auch über Geschlechterrollen.

Großreinemachen hat Tradition

Die Geschlechter-Gerechtigkeit ist einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge beim Thema Putzen bei weitem nicht hergestellt in Deutschland. Auf die Frage "Wer putzt bei Ihnen zu Hause?" antworten 84 Prozent der Frauen mit "Ich selbst", von den Männern sagen das nur 58 Prozent. Zwei von drei Bundesbürgern machen ihre Wohnung einmal im Jahr besonders gründlich sauber (63 Prozent). Das Großreinemachen findet aber nur bei jedem Fünften als Frühjahrsputz statt (19 Prozent). 44 Prozent putzen zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr gründlich durch. Ganz ohne Grundreinigung der eigenen vier Wände kommen 32 Prozent aus.

Welche Putzmittel sind die richtigen?

Das Drogerie-Angebot an Glas-, Bad-, Herd-, Laminat-, Allzweck- oder sonst welchen Reinigern ist riesig. Dabei kommt die Hälfte der Befragten (48 Prozent) mit drei bis vier verschiedenen Putzmitteln im Haushalt aus. Das Putzmittel-Extrem: jeder Zwanzigste hat mehr als zehn verschiedene Mittel im Regal. Fakt ist: Auch hier gilt die Regel, weniger ist mehr, sagt Irmtraud Dening vom Netzwerk Haushalt in Leipzig:

Portraitfoto von Irmtraud Dening vom Netzwerk Haushalt in Leipzig
Bildrechte: Netzwerk Haushalt Leipzig e.V.

Eigentlich reicht für alles ein Universalreiniger, egal ob für Flächen oder Böden. Für die Küche ist ein Reiniger mit Fettlöser ideal, im Bad empfehle ich Reinigungsmittel auf einer sauren Basis, am besten auf Zitronensäurebasis. Als Sondermittel würde ich noch einen Backofenreiniger zulassen. Aber nur für die, die zu faul sind, die Röhre gleich nach dem Backen zu reinigen.

Oft liest und hört man ja auch, dass Essig gut fürs Reinigen ist. Allerdings sagt unsere Expertin: Lieber die Finger davon lassen! "Meiner Meinung nach ist Essig ein Lebensmittel. Und der Gebrauch zum Reinigen kann negative Folgen für Armaturen oder verchromte Teile im Bad", erläutert Haushaltsexpertin Dening.

Wie Fenster wirklich streifenfrei werden

Riesige Unterschiede gibt es in den Haushalten beim Thema Fensterputzen: Auf die Frage: "Wie häufig wird das größte Fenster Ihrer Wohnung geputzt?" sagen 7 Prozent "Häufiger als einmal im Monat". Je ein Drittel putzen viertel- oder halbjährlich (36 Prozent bzw. 34 Prozent). Dass sie den Fensterdreck einmal im Jahr oder seltener bekämpfen, räumen 28 Prozent ein.

Wenn man die Rahmen mit einem Universalreiniger sauber gemacht hat, dann einfach kurz über die Scheiben gehen. Die Scheiben anschließend nochmal mit klarem Wasser abwaschen. Dazu kann man Zeitungspapier nutzen oder man nimmt ein Mikrofasertuch. Auf alle Fälle etwas was saugt.

Ein Geheimtipp von Reinigungsexpertin Dening ist übrigens: Einen kleinen Schluck Spiritus ins Scheibenwaschwasser geben. "Der nimmt dann auch die letzten Fettspuren von den Scheiben runter."

Putzen macht glücklich - unter einer Bedingung

Übrigens: Haushaltspflichten wie Kochen und Putzen machen einer Studie zufolge tendenziell glücklicher - wenn jemand anders sie für einen erledigt. Menschen, die andere etwa für das Putzen ihrer Wohnung bezahlen und sich damit sozusagen "Zeit kaufen", betrachten sich demnach selbst als deutlich zufriedener als solche, die das nicht tun. "Geld zu benutzen um Zeit zu kaufen, kann ein Stoßdämpfer gegen Zeitmangel sein und so Glück fördern", berichten die Forscher.

Das Team hatte mehr als 6000 Menschen aus den USA, Dänemark, Kanada und den Niederlanden befragt. Die Teilnehmer hätten unterschiedliche Hintergründe, hieß es. Auch Millionäre waren darunter. Es machte aber keinen Unterschied, wie viel Geld die Menschen verdienten oder wie viel sie für eine Haushaltshilfe ausgaben - wer sich Zeit kaufte, fühlte sich zufriedener.

 

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 15. März 2019 | 08:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. März 2019, 15:43 Uhr

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