Ein FlixBus fährt über die Karl-Marx-Allee in Berlin Mitte
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Flixbus erwägt teilweisen Rückzug aus Mitteldeutschland

08.11.2019 | 13:16 Uhr

Ein FlixBus fährt über die Karl-Marx-Allee in Berlin Mitte
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Der Fernbusanbieter "Flixbus" überprüft, ob er Haltepunkte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ersatzlos streicht. Wie Unternehmenssprecher Sebastian Meyer uns im Interview bestätigte, sei das eine Reaktion auf die geplante Mehrwertsteuersenkung bei Bahntickets. Als privater Anbieter müsse "Flixbus" auf die Wirtschaftlichkeit seines Angebots achten. Eine einseitige und deutliche Bevorteilung eines Wettbewerbers würde dementsprechend dazu führen, dass das Angebot von derzeit rund 400 Haltestellen in Deutschland kritisch geprüft werden müsse.

Elf Stationen auf dem Prüfstand

Die möglichen Streichungen sollen laut Meyer frühestens 2021 in Kraft treten. In Sachsen-Anhalt betrifft das die Haltepunkte Quedlinburg, Aschersleben, Zeitz, Köthen, Halberstadt sowie Wernigerode. In Thüringen stehen die Haltepunkte Eisenberg und Zella-Mehlis auf der Kippe. In Sachsen könnten Hoyerswerda, Bautzen und Görlitz von "Flixbus" nicht mehr angefahren werden. Final sei das aber noch für keinen Halt, so Meyer. Zunächst müsse die Entwicklung 2020 abgewartet werden. Auf dem Prüfstand stehe bundesweit rund 30 Prozent des Netzes.

Klimapaket macht Flixbus zu Schaffen

Im kürzlich beschlossenen Klimapaket der Bundesregierung ist festgeschrieben, die Mehrwertsteuer im Fernverkehr der Deutschen Bahn ab 2020 von 19 auf sieben  Prozent zu senken. Für Fernbusse sieht das Gesetz keine steuerlichen Vergünstigungen vor.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 08. November 2019 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2019, 13:16 Uhr

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