Finanzberater ruft sich selbst an, um Arbeit vorzutäuschen

Über mehrere Wochen hinweg hat sich ein schwedischer Finanzberater selbst angerufen und damit viele Stunden Arbeit vorgetäuscht.

Ein Mann posiert mit einem Telefon.
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Da hatte offenbar jemand keine Lust auf Arbeit. Ein Finanzberater aus Schweden hat insgesamt 55 Stunden damit verbracht, sich selbst anzurufen, um nicht arbeiten zu müssen.

Anstatt Anrufe von Kunden und Kundinnen entgegen zu nehmen, hat sich der 28-jährige Finanzberater lieber dazu entschieden, sich selbst anzurufen. Bei seinem Arbeitgeber war er im System als "besetzt" erschienen. Die ankommenden Anrufe wurden somit an andere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen weitergeleitet, sodass er selbst nicht arbeiten mussen. Laut der Zeitung "Dagens Nyheter" tat er dies 33 Mal im Zeitraum vom 10. März bis 5. Mai und sammelte so 55 Stunden Arbeitszeit, was sieben Arbeitstagen entspricht.

Gleiches Prozedere nach Abmahnung

Ein Mann, der ein Laptop zu Hause Büro verwendet
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Im April war aufgefallen, dass der Mitarbeiter ungewöhnlich lange Telefonate geführt hatte. Als man ihn darauf ansprach, gibt er schließlich zu, nicht gearbeitet zu haben. Eine weitere Untersuchung hatte dann ebenfalls ergeben, dass sich die geschilderten Vorkommnisse nach Aussprache noch vier weitere Mal wiederholt hatten. Bei einer erneuten Vorladung einen Monat später rechtfertigte der beschuldigte Mitarbeiter seine Tat mit "extrem niedriger" Arbeitsmotivation. Dem Mitarbeiter droht nun die Entlassung.

Mit Material von faz

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 08. September 2021 | 16:27 Uhr

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