Felix Jaehn hat seine Panikattacken mit Hypnose behandeln lassen

Star-DJ Felix Jaehn im MDR JUMP Interview 28 min
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MDR JUMP Mo 04.05.2020 12:44Uhr 28:01 min

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Star-DJ Felix Jaehn („Cheerleader“, „Ain’t Nobody“) hat seine Panikattacken und Angstzustände unter anderem mit Hypnosetherapie behandeln lassen. Der 25-Jährige sagte im exklusiven MDR JUMP-Interview:

Ich habe Situationen aus der Kindheit zum Beispiel noch einmal durchlebt, die ich in einem bewussten Zustand gar nicht mehr parat hatte, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass die Erinnerungen in mir drin sind und mein Handeln und meine Gefühle beeinflussen.

Die Hypnose habe über atmosphärische Klänge, Sprache und gezielte Berührungen funktioniert.

Dann bin ich halt Stück für Stück in einen Trance-Zustand gesunken, in dem ich immer noch wach war, aber die Gedanken frei fließen konnten.

Felix Jaehn

Die Behandlung sei nötig gewesen, weil Jaehns Panikattacken seinen Alltag immer mehr beeinträchtigt hätten. Geschäftstreffen musste er abbrechen. Selbst in den Supermarkt habe er sich mitunter nicht mehr getraut. Zu diesen Angstzuständen hatten unter anderen seine seit Schultagen versteckte Bisexualität und ein stetiger Leistungsdruck gehört. Gleich zu Beginn seiner Karriere gelang Jaehn mit einem Remix des Songs „Cheerleader“ des jamaikanischen Sängers Omi ein weltweiter Hit. Der Song erreichte die Chartspitze in 55 Ländern.

Wenn man so jung startet auf dem Level, muss man selbst auch aufpassen, wo man seine Erwartungshaltung einlevelt.

Felix Jaehn

Auch tägliche Meditation habe Felix Jaehn sehr geholfen. Der weltweite Popstar finde nach eigener Aussage viele nützliche Lebenstipps im Buddhismus. Er bemühe sich, achtsam durchs Leben zu gehen. Zudem trinke er keinen Alkohol mehr, ernähre sich vegan und pflanze mit Vorliebe Bäume in seinen Garten. Dieser Lebensentwurf steht im bewussten Kontrast zu seinem hektischen Staralltag. Als DJ reist Felix Jaehn oft durch verschiedene Zeitzonen und hat mitunter mehrere Auftritte an einem Tag. In seiner aktuellen Single „Sicko“ verarbeitet Jaehn nun eine Phase, in der er versucht habe, sich durch ausgelassene Aftershowpartys sein Privatleben zurückzuholen. Heute wisse er, dass dieser rastlose Lebensstil ihm nichts bringe. Insofern könne er, trotz aller negativen Einschränkungen, die Entschleunigung durch den Corona-Shutdown auch genießen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 04. Mai 2020 | 20:50 Uhr

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