Jeder vierte Deutsche hat Problem beim Ein- und Durchschlafen. Im Bild liegt eine blonde Frau im Bett, schlaflos mit offenen Augen.
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Diese Tipps helfen dir bei Hitze besser zu schlafen

Zuletzt aktualisiert: 25.06.2019 | 14:10 Uhr

Hohe Temperaturen, schwüle Luft – das macht vielen Menschen besonders in der Nacht zu schaffen. Wir haben ein paar Tipps für dich, wie dein Schlaf in Hitze-Nächten angenehmer wird.

Jeder vierte Deutsche hat Problem beim Ein- und Durchschlafen. Im Bild liegt eine blonde Frau im Bett, schlaflos mit offenen Augen.
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In sehr warmen Nächten fällt uns das Einschlafen besonders schwer und auch der Schlaf an sich ist oft nicht angenehm. Das liegt an der Wärmeregulation des Körpers. Beim Übergang vom Wachzustand bis zum Tiefschlaf verlierst du ein Grad Körpertemperatur. Ist das nicht möglich, kommst du nicht in den Tiefschlaf. Wenn die Umgebungstemperatur zu warm ist, dann kann der Körper nicht mehr richtig runter regulieren. Deshalb haben wir für dich hier ein paar Tipps, wie du bei Hitze nachts besser schläfst.

Auf Raumtemperatur achten

Bei Zimmertemperaturen von 16 bis 20 Grad Celsius schläfst du am besten. Da du diese Temperaturen aber schlecht bei 30 Grad Außentemperatur erreichst, versuche die Temperatur mit einer Klimaanlage runter zu regeln. Ein Ventilator sorgt zwar nicht für kühlere Temperaturen, schafft aber ein angenehmeres Gefühl und kann bei einer Do-It-Yourself-Klimaanlage behilflich sein.

Klimaanlage Marke Eigenbau

Mit ein paar Alltagsgegenständen lässt sich eine Klimaanlage einfach nachbauen. Dafür brauchst du einen Ventilator, der die Luft in Bewegung bringt. Vor den Ventilator stellt man einen Wäscheständer oder einen Stuhl mit einem feuchten Handtuch. Dadurch entsteht Verdunstungskälte, denn durch die Verdunstung des Wassers wird der Umgebung Wärme entzogen. Allerdings solltest du es mit den feuchten Tüchern nicht übertreiben, denn lang anhaltende Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung führen.

Lauwarm duschen

Duschen macht kreativ, sagen Forscher! Im Bild duscht eine Frau, zu sehen durch die wasserbenetzte Scheibe.
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Bei Hitze kannst du deinen Körper unterstützen, indem du eine lauwarme Dusche nimmst. Du solltest aber weder zu heiß, noch zu kalt duschen. Das Stichwort ist "handwarm". Und nicht nur 30 Sekunden, dann ist nur die Haut kalt, sondern ruhig mal zwei bis drei Minuten das Wasser laufen lassen.

Ab in den Gefrierschrank

Bietet der Gefrierschrank genügend Platz, leg einfach deinen Bettbezug für ein paar Stunden hinein. Kurz vor dem Schlafen beziehst du deine dünne Bettdecke. Gut gekühlt fährt der Körper schneller runter - und schläft besser. Auch eine eisgekühlte Wärmflasche kann helfen - unbedingt mit einem Handtuch umwickelt, damit es nicht zu kalt an der Haut wird.

Feuchte Handtücher benutzen

Nimm ein Laken oder ein großes Strandhandtuch und tauche es in kaltes Wasser. Anschließend wringst du es gut aus oder lässt es einmal in der Waschmaschine schleudern. Mit dem feuchten Tuch zugedeckt verdunstet das Wasser langsam auf der Haut und hält sie dadurch schön kühl. Aber pass auf, dass das Bett nicht volltropft. Zum Schutz der Matratze legst du am besten eine zusätzliche, trockene Decke unter.

Alleine schlafen

Eine Frau schläft im Bett.
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Für Singles nichts neues, für Kuschelfreunde traurig – aber auch dein Partner kann dich wach halten. Nicht nur durch Schnarchen und Bewegung sondern auch durch abstrahlende Wärme. Gegen alleine schlafen ist nichts einzuwenden, man kann ja vor- und nachher miteinander kuscheln.

Schlafanzug adé

Generell ist es gut, so leicht bekleidet wie möglich zu schlafen, auch nackt, wenn du es magst. So kann die Wärme besser zirkulieren. Egal wie dünn der Stoff ist, den du auf der Haut hast, er hindert deinen Körper daran, die Wärme gut zu regulieren. Unbekleidet schlafen ist da eine bessere Idee, auch wenn der Schweiß im Schlaf so direkt ins Bettzeug einziehen kann.

Richtige Bettwäsche benutzen

Materialien wie Seide, Baumwolle oder Leinen haben eine hohe Luftdurchlässigkeit und dadurch einen besonders kühlenden Effekt. Außerdem nimmt vor allem Leinen Feuchtigkeit gut auf und trocknet schnell – ist also perfekt für heiße Sommernächte. Wäsche aus synthetischen Fasern, wie Acryl oder Polyester, sollte dringend aus dem Bett verbannt werden, da die Haut darunter nicht atmen kann. Die Bettdecke sollte eine leichte Seiden- oder Daunendecke sein. An besonders heißen Tagen empfiehlt es sich, einfach mal den blanken Bettbezug zu benutzen.

Genug trinken

Ist es nachts sehr heiß, schwitzt der Körper – daher unbedingt auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. Dabei solltest du am besten keine eisgekühlte Getränke zu dir nehmen. Auch hier gilt: Die lauwarme Variante tut deinem Körper gut. Sind die Getränke zu kalt, muss der Körper sie erst mal auf eine für ihn angemessene Temperatur bringen.

Keine Kohlenhydrate

Viel und schweres Essen solltest du generell vor dem Schlafengehen vermeiden. Es liegt oft wie ein Stein im Magen und der Verdauungsprozess ist auf Hochtouren. Am besten nur leichte Kost zwei Stunden vor dem Schlafengehen.

Dunkler Raum

Licht funktioniert wie ein natürlicher Wecker, sobald es hell ist, produziert der Körper weniger Melatonin, das Hormon für guten Schlaf. Also schließe Jalousien, Vorhänge oder Fensterläden so, dass noch frische Luft hineinkommt, damit es im Schlafzimmer die ganze Nacht schön dunkel und kühl bleibt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 25. Juni 2019 | 14:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Juni 2019, 14:55 Uhr

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