Eisbaden - Darum ist der Sprung ins kalte Wasser nicht für jeden etwas

Bei diesen Temperaturen draußen baden? Das machen doch nur Wahnsinnige. Eisbaden ist allerdings auch gut für die Abwehrkräfte. Nur ein paar Dinge sollte man beachten, bevor man sich ins kalte Wasser stürzt.

Eisbaden in der Danziger Bucht - eine mutige Frau springt von einem Steg ins Wasser.
Bildrechte: Konrad Sarnowski

Wer dieser Tage an Seen entlang spazier, sieht vermutlich häufiger Menschen, die einfach so ins eiskalte Wasser springen. Eisbaden hat in manchen Gegenden sogar lange Tradition, zum Beispiel an der Elbe.

Das hat auch gute Gründe: Der Sprung ins kalte Wasser ist gut fürs Immunsystem, erklärt Sportwissenschaftler Dr. Ingo Froböse.

Beim Eisbaden wird der Stoffwechsel in Wallung gebracht, alles wird hochgefahren, der Körper muss ja die Temperatur hochfahren und das ist nur positiv.

Allerdings ist Eisbaden nicht für jeden was. Man sollte schon ziemlich fit sein, wenn man den Sprung in die kalten Fluten wagen will. Vor allem das Herz-Kreislauf-System sollte gut in Schuss sein. Wer die Treppen in den dritten Stock nicht schafft, ohne außer Atem zu geraten sollte die Finger davon lassen, sagt Froböse. Gleiches gelte für Menschen, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

Wenn ich eine Grundfitness habe und mir der Arzt das vielleicht auch noch bescheinigt, dann ist alles gut.

So ganz ohne Vorbereitung sollte man aber auch dann nicht ins kalte Wasser springen. Lieber vorher mit Wechselduschen trainieren und nach und nach dabei die kalten Phasen verlängern. Erst wenn auch die Temperaturregulation des Körpers trainiert ist, kann man bedenkenlos den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Wer sich auch ohne großes Training mal ins Wasser wagen will, könne zumindest bis zu den Waden reingehen, sagt Froböse. Die seien nämlich das unempfindlichste Gewebe am Körper. "Ab den Oberschenkeln wird es den meisten dann sowieso zu kalt."

Und einen Tipp hat der Sportwissenschaftler noch: Kopfbedeckung tragen. Die hilft dem Körper nämlich, Wärme zu behalten. Die meiste Wärmeregulation erfolgt über den Kopf.

Eine Kopfbedeckung hilft an kalten Tagen immer.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 29. Januar 2021 | 16:10 Uhr

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