Astronaut im Raumanzug auf dem Mond.
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Diese Alltagsgegenstände haben wir der Raumfahrt zu verdanken

18.07.2019 | 17:00 Uhr

Die Mondlandung war ein großer Schritt für die Menschheit. Auf dem Weg dahin mussten Forscher ganz schön viel Erfindergeist beweisen, um Mensch und Technik für die extremen Bedingungen im Weltraum zu rüsten.

Astronaut im Raumanzug auf dem Mond.
Bildrechte: NASA

Bei der Erforschung des Weltraums (und wie man dort am besten raufkommt) ist auch die ein oder andere nützliche Erfindung abgefallen, die heute gar nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken ist. Wer jetzt zuerst an Teflonpfannen denkt, der liegt allerdings falsch. Teflon wurde schon 1938 entdeckt, lange vor den ersten Flügen in den Weltraum. Dafür haben wir NASA und Co. ganz andere Sachen zu verdanken.

Babynahrung

Baby wird gefüttert
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Damit Babys sich gut entwickeln, brauchen sie eine bestimmte Fettsäure. Die NASA beauftragte Forscher, sich Gedanken über Nahrung auf einer möglichen Mars-Mission zu machen. Die Forscher entdeckten dabei eine Alge, die besonders viel von eben jener Fettsäure enthält. Heute wird sie dem Großteil der erhältlichen Babynahrung zugesetzt und sorgt auf der ganzen Welt dafür, dass Babys sich gut entwickeln.

Handstaubsauger mit Akku

Ein Handstaubsauger
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Der Weltraum ist ein überraschend staubiger Ort. Damit die Raumanzüge der Astronauten den Sternenstaub nicht in die Space Shuttles tragen, hat die NASA batteriebetriebene Staubsauger entwickelt. Aus denen wurden unsere heutigen Akkustaubsauger.

Instantkaffee

Instantkaffee
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Okay, die NASA hat nicht den Instantkaffee erfunden, aber eine der gängigen Varianten, Instantkaffee herzustellen: Die Gefriertrocknung. Dabei wird der Kaffee zuerst bei normalem Druck tiefgefroren. Im Vakuum wird dann dem tiefgefrorenen Kaffee das Wasser entzogen. So wird er getrocknet.

Dieses Verfahren ist zwar auch schon älter als die Raumfahrt, aber die NASA investierte viel Geld in Forschung. Von der Gefriertrocknung versprachen sich die Forscher geeignete Astronautennahrung für ihre Mondmissionen.

Kameras im Handy

Ein Junge macht mit dem Handy ein Foto von sich
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Die ersten Fotos aus dem Weltraum wurden - natürlich - noch auf Film geschossen. Dafür hatten die Astronauten klobige Hasselblad-Kameras mit. Weil aber auf einem Weltraumflug jedes Gramm zählt und die schweren Klopper zusätzlich noch sehr groß waren, überlegten sich NASA-Forscher in den Neunzigern was neues: CMOS-Sensoren. Heute sind solche Sensoren in Digitalkameras verbaut. Vor allem auch in Handys.

Wasserfilter

Wasserfilter
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Auf der Internationalen Raumstation muss Wasser gespart werden. Deswegen wird alles Wasser: Also auch Schweiß und Urin, in einer Filteranlage wiederaufbereitet. So wird wieder Trinkwasser daraus. Schon bei den Apollo-Missionen (Apollo 11 war die erste Mondmission) setzte die NASA auf Wasserfilter, um die Bakterien aus dem mitgebrachten Trinkwasser rauszuholen.

Und noch viel mehr

Erdbebensicherheit, Rettungsdecken, Hörgeräte: Die NASA hat für ihre Weltraummissionen unfassbar viele Dinge verbessert oder neu entwickelt, die wir heute wie selbstverständlich im Alltag einsetzen. Neben den Teflonpfannen sind aber auch ein paar Dinge dabei, die den Weltraumforschern nur angedichtet werden: Klettverschluss und Rauchmelder sind beispielsweise zwar auch in der Raumfahrt im Einsatz, aber keine NASA-Erfindungen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 19. Juli 2019 | 06:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2019, 15:46 Uhr

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