Eure Tipps: Das hilft wirklich gegen lästige Mückenstiche

Mücken können einen schönen Sommerabend schnell verderben. Erst kommt das Summen, dann fängt es an zu jucken. Wir wollten von euch wissen, was wirklich gegen die lästigen Stiche hilft: Von Spitzwegerich bis zu einem heißen Löffel war alles dabei.

Eine Mücke sitzt auf der Hand einer Person und hat ihren Rüssel in die Haut gesteckt.
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Sommerabende könnten so perfekt sein – wären da nicht diese blutsaugenden Quälgeister. Manchmal hat man Glück und kann die Mücken noch vor dem Stechen wegscheuchen. Oft bemerkt man den Stich aber erst, wenn es schon zu spät ist. Wir haben bei euch nachgefragt, welche Hausmittel gegen das lästige Jucken helfen.

Mit Hitze gegen den Juckreiz

Stephanie aus Weimar empfiehlt neben dem Arzneimittel „Fenistil“ auch einen sogenannten „Stichheiler“. Das ist ein elektronischer Wärmestift, der mit Hitze den Juckreiz lindern soll. Mittlerweile gibt es die Hitzestifte sogar als Zubehör für das Smartphone.

Eltern behandeln Mückenstich bei Sohn mit Stichheiler
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Ich habe eigentlich immer Fenistil dabei. Der „Bite Away“ kann auch helfen – aber nur für die, die auf Schmerzen stehen.

Warum das helfen kann? Im Speichel der Mücken befindet sich Eiweiße. Wenn diese erhitzt werden, gerinnen sie. Dann kann unser Körper das Gift nicht mehr erkennen – Juckreiz adé! Diesen Effekt könnte man übrigens auch mit einem heißen Löffel erzielen. Hier ist aber Vorsicht geboten: Der Löffel sollte nicht zu heiß sein, sonst verbrennt man sich schnell.

Eiswürfel, Spucke oder Zwiebeln helfen genauso gut

Doch nicht nur Hitze, sondern auch Kälte kann schnell bei Mückenstichen helfen: Einfach einen Eiswürfel oder Kühl-Akkus in einem Tuch auf die betroffene Stelle legen und kurz warten. Am besten wirkt diese Kältetherapie übrigens kurz nachdem man gestochen wurde.

Auch Spucke kann den Juckreiz kurzzeitig lindern. Wer den Mückenstich damit einreibt, kühlt ihn nicht nur – in unserem Speichel befinden sich außerdem schmerzlindernde Substanzen.

Wer weder Hitze, Kälte noch Speichel mag, kann immer noch auf den Alleskönner "Zwiebel" zurückgreifen, wie die Oma von einem unserer Hörer. Der Schwefel in der Zwiebel wirkt antibakteriell, desinfiziert den Stich und kann außerdem den Juckreiz lindern.

Meine Oma hat mir immer Zwiebeln draufgerieben. Das hat zwar gebrannt, aber auch gewirkt.

Ohne Mückenstiche keine Schokolade?

Während Mücken für uns vor allem lästig sind, bieten sie für andere Tiere eine Lebensgrundlage. Wenn eine weibliche Mücke also Blut saugt, um Eier zu legen, profitieren andere Lebewesen. Laut Dr. Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrar-Landschaftsforschung ist die Vermehrung der Tiere deshalb wichtig – auch, wenn das nervige Stiche mit sich bringt.

Die Kriebelmückenlarven stellen 70 bis 80 Prozent der Fischnahrung – das ist schon ein beachtlicher Anteil. Es gibt viele unterschiedliche Mückenfamilien, die alle ökologischen Nischen besetzen.

Mücken ernähren sich aber nicht nur von Blut, sondern auch von Blütennektar. Während sie von Pflanze zu Pflanze fliegen, verteilen sie Pollen – unter anderem von Kakaoblüten in Indonesien. Das hat Yann Clough, Professor für Umweltwissenschaften in Schweden, herausgefunden.

Die Mücken sind klein genug, um an die kleinen Blüten des Kakaos ranzugehen und übertragen dort den Pollen von anderen Kakaobäumen. Dadurch kommt es zu der Kreuzbefruchtung und eine Kakaofrucht bildet sich.

So sehr wir uns also immer wieder über die kleinen Tierchen und ihre juckenden Stiche ärgern, so wichtig sind sie doch für andere Lebensbereiche. Ob Mücken ihr schlechtes Image dadurch ablegen können, steht aber trotzdem noch in den Sternen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 03. August 2021 | 16:15 Uhr

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