Neu ab Februar: Mehr Zeit für die Steuererklärung, mehr Sicherheit beim Online-Shopping

Online-Shopping mit Kreditkarte wird sicherer. Und für gestresste Steuerberater plant die Bundesregierung Entlastung. Das ändert sich ab Februar.

Baby und Mutter beim Onlineshopping
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Mehr Sicherheit bei Online-Shopping mit Kreditkarte

Seit Januar werden schrittweise strengere Sicherheitsvorgaben für das Zahlen mit Kreditkarte im Internet eingeführt. Seit 15. Januar muss man sich bei Einkäufen über 250 Euro einer Zwei-Faktor-Authentifizierung unterziehen. Das heißt, nicht nur ein Passwort eingeben, sondern auch eine PIN oder einen Fingerabdruck (je nach eigenen Sicherheitseinstellungen). Ab 15. Februar wird die Grenze auf Beträge ab 150 Euro gesenkt. Ab 15. März soll dies dann für Beträge ab 30 Euro der Fall sein.

Mehr Zeit für die Steuererklärung

Wer seine Steuererklärung selbst macht, muss sie schon längst abgegeben haben. Wer sie von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfe-Verein erstellen lässt, muss sie allerdings voraussichtlich nicht am 28. Februar abgegeben haben. Die Bundesregierung plant, die Frist für die Steuererklärung 2019 um ein halbes Jahr zu verlängern um Steuerberater zu entlasten, die durch die Prüfung von Corona-Hilfen in der Pandemiezeit zusätzliche Arbeit leisten müssen. Bisher ist die Fristverlängerung zwar noch ein Gesetzentwurf. Alle Parteien im Bundestag haben aber bereits ihre Zustimmung signalisiert.

Medizinische Masken auch in Flugzeugen Pflicht

Ab Februar wird an Bord vieler Fluggesellschaften und an Flughäfen die Maskenpflicht verschärft. Voraussetzung ist dann eine OP-Maske, eine mit FFP2-Norm oder eine mit dem Standard KN95/N95 ohne Ventil. Damit wird ein Bund-Länder-Beschluss vom 19. Januar umgesetzt. Betroffen sind alle Airlines des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), unter anderem die Airlines, die zur Lufthansa-Gruppe gehören.

Befreit von der Tragepflicht während des Fluges werden kann nur, wer über einen negativen Covid-19-Test verfügt, der nicht länger zurückliegt als 48 Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit und dies mit einem Formblatt ärztlich attestieren kann.

Mehr Personal und Zeit in der Pflege

Ab Februar gelten für einige Bereiche in Krankenhäusern in der Pflege verbindliche Personaluntergrenzen. Dazu gehören unter anderem die Intensivmedizin, die Geriatrie, Pädiatrie (sprich: Kinderstationen), oder die allgemeine Chirurgie und Unfallchirurgie.

Eine maximale Anzahl von Patientinnen und Patienten pro Pflegehilfskraft darf dann nicht überschritten werden. Dabei wird zwischen Tag- und Nachtschichten unterschieden. Die Untergrenze bei Intensivstationen etwa wird von maximal 2,5 Patienten am Tag auf zwei gesenkt und nachts von 3,5 auf drei.

Um die Einhaltung überprüfen zu können, müssen die Krankenhäuser für jeden Monat den Durchschnittswert der Personalbesetzung dokumentieren. Dabei müssen die einzelnen Bereiche und Tag- sowie Nachtschicht gesondert erfasst werden. Wird gegen die Untergrenzen verstoßen, werden die Krankenhäuser mit Vergütungsabschlägen bestraft.

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