Terminkalender mit Stift für 2018.
Bildrechte: Colourbox.de

Streaming, Kindergeld, eCall im Auto Neue Regelungen ab 2018

Neues Jahr, neue Gesetze. 2018 gibt es einige Änderungen für Verbraucher. Das solltet ihr wissen.

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Der Mutterschutz verbessert sich

Ab 1. Januar 2018 gilt der Mutterschutz auch für Studentinnen, Schülerinnen und Auszubildende. Auch der Kündigungsschutz wird gesetzlich verbessert, so dass der Arbeitgeber deutlicher verpflichtet werden, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass die Schwangerschaft kein Aus im Beruf bedeuten muss.

Eine betriebliche Altersvorsorge gibt es auch für geringfügig Beschäftigte

Auch geringfügig Beschäftige und Beschäftigte kleinerer Unternehmen sollen zukünftig eine Betriebsrente erhalten. Das regelt das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz. Arbeitgeber erhalten einen direkten Steuerzuschuss von 30 Prozent, wenn sie Beschäftigten mit weniger als 2.200 Euro brutto eine Betriebsrente anbieten.

Streaming-Dienste im Urlaub ohne Zusatzkosten nutzen

Kostenpflichtige Streaming-Dienste für Filme, Sport oder Musik können ab 20. März 2018 auch im EU-Ausland genutzt werden. Die Anbieter dürfen dafür keine zusätzlichen Gebühren erheben. Das Geoblocking, das bisher dazu führte, dass der Nutzer ein "Dieser Inhalt ist in Ihrem Land nicht verfügbar" auf seinem Display lesen musste, fällt weg. Wer also im EU-Ausland Urlaub macht, kann während er am Strand liegt seine Streaming-Dienste nutzen.

eCall im Auto wird Pflicht

Zum 1. April 2018 wird eCall europaweit in "typneuen" Pkws zur Pflicht. eCall ist ein Notrufdienst, der europaweit funktioniert. Sensoren im Auto erkennen, wenn ein schwerer Unfall passiert und können selbstständig einen Notruf absetzen und den Standort des Autos übermitteln.

Die Steuerfreibeträge steigen

Der Grundfreibetrag steigt um 180 Euro, von 8.820 Euro auf 9.000 Euro; der Kinderfreibetrag steigt um 72 Euro auf 4.788 Euro. Das Kindergeld steigt pro Kind um zwei Euro.

Wer Arbeitsmittel wie Blaumann oder Bürobedarf kauft, kann 2018 bis zu 800Euro, statt bislang 410 Euro, als geringwertige Güter bei der Steuer geltend machen.

Das Arbeitslosengeld soll an der Supermarktkasse ausgezahlt werden

Die Kassenautomaten in den Jobcentern und Arbeitsagenturen sollen bis Ende 2018 abgeschafft werden. Das Geld sollen sich Betroffene dann an Supermarktkassen auszahlen lassen können.

Ab Januar 2018 steigt zudem der Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger von 409 Euro auf 416 Euro im Monat.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 01. Januar 2018 | 10:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2017, 11:11 Uhr