Was tun, wenn es im Hals kratzt?

Eine Infektion mit dem Corona-Virus kann die unterschiedlichsten Symptome hervorbringen. Tückisch ist, dass viele davon auch mit einer ganz normalen Erkältung oder Grippe verbunden sind.

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin
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Ein bisschen Kratzen im Hals, das wird doch kein Corona sein? Virologe Christian Drosten rät in der neuen Ausgabe seines Podcasts, selbst bei milden Erkältungssymptomen trotzdem lieber zu Hause zu bleiben und nicht zur Arbeit zu gehen. Auch dann, wenn der Hausarzt keinen Anlass für einen Test auf Covid-19 sieht.

Dazu hat der Drosten in der am Dienstag veröffentlichten Folge des Coronavirus-Update bei NDR-Info aufgerufen.

Man soll nicht krank und auch nicht kränklich zur Arbeit gehen, selbst wenn der Hausarzt gesagt hat, das testen wir jetzt mal nicht.

Prinzipiell sollten Betroffene sich in der aktuellen Phase der Pandemie auch schon mit einem Kratzen im Hals oder einer laufenden Nase nicht mehr in soziale Situationen begeben, sagt Drosten. Seit Mitte Oktober kann man sich vom Arzt bei Erkrankungen der oberen Atemwege auch wieder über das Telefon Krankschreiben lassen.

Weniger Tests für Menschen mit leichten Symptomen

Hinter Drostens Mahnung stecken auch kürzlich geänderte Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, die angesichts begrenzter Laborkapazitäten auf den Einsatz von Tests vor allem bei Menschen mit deutlichen Symptomen wie Lungenentzündung oder Geruchs- und Geschmacksverlust abzielen.

Menschen, die trotz Symptomen nicht getestet werden können, sollen sich nach RKI-Empfehlung fünf Tage zu Hause isolieren und dies erst nach weiteren 48 Stunden ohne Symptome beenden. Drosten sagte, es wäre wichtig, wenn möglichst bald jeder mit leichten Symptomen ein Schnelltest-Ergebnis bekommen könnte, etwa beim Hausarzt.

Grafik Corona-Symptome
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Mit Material von dpa

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 25. November 2020 | 12:40 Uhr

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