Wer darf sich wo schon impfen lassen?

Die Impfkampagne gegen Corona kommt voran. Viele Länder öffnen weitere Priorisierungsgruppen oder heben die Priorisierungen teilweise sogar auf. Ein Überblick.

Der Hausarzt Robin John (r) verabreicht dem 85-jährigen Hans-Joachim Nettelbeck in einem Behandlungszimmer die erste Impfung mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer.
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Die Corona-Impfung ist für viele der Silberstreif am Horizont in dieser Pandemie-Situation. Rund 20 Prozent haben in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die erste Spritze mit einem Corona-Impfstoff erhalten. Die Länder geben die Impfung deshalb für immer mehr Menschen frei.

Sachsen

Sachsen hat seit Mittwoch die Priorisierung für den Impfstoff von AstraZeneca komplett aufgehoben. Das heißt, jeder, der will kann sich nach einem Beratungsgespräch beim Hausarzt damit impfen lassen.

Außerdem darf sich die gesamte Priorisierungsstufe 3 impfen lassen. Dazu gehören Menschen, die im Lebensmitteleinzelhandel und in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind oder Mitglieder von Verfassungsorganen sind.

Auch Personen, die in "besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur" arbeiten, sind impfberechtigt. Wer darunter fällt, hat die Landesregierung in einer Liste zusammengefasst. Darüber hinaus bekommen nun auch weitere Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen – z. B. Asthma oder Herzinsuffizienz – ein Impfangebot.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist das Angebot noch etwas limitierter. Dort können sich nach wie vor nur Menschen aus den ersten beiden Priorisierungsgruppen impfen lassen. Darunter fallen Personen, die 70 Jahre und älter sind, Personen, die im Gesundheitssektor arbeiten oder auch bis zu zwei Kontaktpersonen von Schwangeren.

Wer über 60 ist und in keine der ersten beiden Priorisierungsgruppen fällt, darf sich in Sachsen-Anhalt außerdem mit dem AstraZeneca-Impfstoff impfen lassen. Eine genaue Aufstellung, wer sich in Sachsen-Anhalt impfen lassen darf, bietet die Landesregierung auf dieser Webseite.

Thüringen

Auch in Thüringen können sich alle Menschen aus den Priorisierungsgruppen 1 und 2 impfen lassen. Die Gruppen sind in allen Bundesländern gleich zusammengestellt. Auch in Thüringen fallen also Personen, die 70 Jahre und älter sind, Personen, die im Gesundheitssektor arbeiten oder auch bis zu zwei Kontaktpersonen von Schwangeren darunter.

Im Landkreis Greiz dürfen sich schon Menschen aus der Priorisierungsgruppe 3 impfen lassen. Dazu zählen Menschen über 60, aber auch Wahlhelferinnen, Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind oder Menschen, die in der kritischen Infrastruktur tätig sind. Außerdem dürfen sich alle Lehrer von weiterführenden Schulen und Berufsschulen impfen lassen. Genaue Details, wer in welche Gruppen fällt, bietet die Landesregierung auf dieser Website.

Und auch in Thüringen dürfen sich alle Menschen ab 60 mit AstraZeneca impfen lassen.

Seit die Hausärzte in Deutschland ebenfalls die Corona-Impfung vornehmen dürfen, hat die Impfkampagne ganz schön Fahrt aufgenommen. Es lohnt sich also, auf der Seite für dein jeweiliges Bundesland immer mal wieder zu checken, ob du schon für eine Impfung in Frage kommst.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 22. April 2021 | 14:00 Uhr

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